Rekord

Apple verdoppelt seinen Gewinn auf 6 Milliarden Dollar

Allein beim iPhone 113 Prozent mehr Verkäufe als im Vorjahreszeitraum
Von dpa /
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Apple-LogoApple: Rekordgewinn erzielt Apple ist nicht zu stoppen: Die Kunden reißen dem Elektronikkonzern aus Kalifornien die Geräte förmlich aus den Händen. Mac, iPad und insbesondere das iPhone verkaufen sich blendend, und selbst der in die Jahre gekommene iPod findet noch Millionen Fans. "Wir laufen auf Volldampf", sagte Firmengründer und Vorstandschef Steve Jobs.

Offen blieben aber zunächst Fragen zum Umgang mit dem Datenschutz: Zuvor war bekannt geworden, dass mobile Apple-Geräte Ortungsdaten ihrer Nutzer aufzeichnen, ohne diese davon in Kenntnis zu setzen.

Umsatzsteigerung um 83 Prozent

Im zweiten Geschäftsquartal, das im März endete, stieg der Umsatz um sagenhafte 83 Prozent auf 24,7 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro). Der Gewinn verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar auf 6 Milliarden Dollar. Niemals zuvor hatte Apple zu dieser Jahreszeit derart stark abgeschnitten. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten bei weitem - der Aktienkurs stieg nachbörslich um vier Prozent.

Offenbar keine Auswirkungen durch Erdbeben in Japan

Die Sorgen einiger Experten, das Erbeben in Japan könnte die Produktion lähmen, erwiesen sich als unbegründet. "Unsere Lieferkette steht", sagte der fürs Tagesgeschäft verantwortliche Manager Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Er rechne auch für die nahe Zukunft nur mit minimalen Auswirkungen der Katastrophe aufs Geschäft. "Unsere Zulieferer in Japan haben eine Widerstandsfähigkeit an den Tag gelegt, wie ich sie noch nicht gesehen habe."

Apple gelang es, im abgelaufenen Quartal 18,7 Millionen iPhones unters Volk zu bringen - ein Plus von 113 Prozent. Dabei gibt es mit den Android-Smartphones starke Konkurrenz. Doch Apple bietet sein iPhone inzwischen über immer mehr Netzbetreiber an - in Deutschland verkaufen Vodafone und o2 neben T-Mobile das iPhone 4, in den Vereinigten Staaten bietet es Verizon zusätzlich zu AT&T an.

Fertigungskapazitäten werden erweitert

"Wir hatten Rekordverkäufe beim iPhone", erklärte Finanzchef Peter Oppenheimer in der Telefonkonferenz. Um der Nachfrage Herr zu werden, habe sich Apple zusätzliche Fertigungskapazitäten gesichert. Die Kalifornier lassen ihre Produkte vor allem beim chinesischen Auftragsfertiger Foxconn herstellen.

Beim iPad 2 hatte sich die Produktion als Nadelöhr erwiesen. Mit 4,7 Millionen verkauften Tablets erreichte Apple bei weitem nicht die erwartete Stückzahl. "Wir haben jedes iPad 2 verkauft, das wir fertigen konnten", sagte Finanzchef Oppenheimer. Beim Verkaufsstart im März hatten sich vor den Geschäften lange Schlangen gebildet - auf das Einstiegsmodell müssen Kunden im deutschen Webshop auch heute noch zwei bis drei Wochen warten.

Keine neuen Informationen zu Steve Jobs

Zum Gesundheitszustand von Firmenchef Steve Jobs schwieg sich der Konzern wie gewohnt aus. Der 56-Jährige nimmt derzeit eine krankheitsbedingte Auszeit vom Tagesgeschäft. In dieser Zeit vertritt ihn Tim Cook. "Wir sehen ihn regelmäßig", sagte Cook. "Er bleibt in wichtige strategische Entscheidungen eingebunden." Jobs kämpft seit Jahren mit schweren Krankheiten. 2004 hatte er wegen Krebs behandelt werden müssen, 2009 bekam er eine neue Leber.

Jobs steht wie kein zweiter für den Erfolg des Unternehmens. Er gilt als geistiger Vater der Erfolgsprodukte und hat Apple damit von einem Nischenanbieter für Computer zum wertvollsten Technologieunternehmen der Welt aufgebaut. Zum Schlusskurs vom Mittwoch war Apple an der Börse 316 Milliarden Dollar schwer. In den USA ist nur noch der Ölkonzern ExxonMobil höher bewertet.

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