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Krisensitzung bei Apple: iPhone 4, iPad und Gerüchte

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Apple-PK

Am Freitag fand in San Francisco um 19 Uhr Ortszeit die Pressekonferenz von Apple statt, die aufgrund der Empfangsprobleme des iPhone 4 einberufen wurde. Der Chef des Unternehmens, Steve Jobs, startete mit den Worten "Wir sind nicht perfekt. Telefone sind auch nicht perfekt. Aber wir wollen unsere Nutzer glücklich machen." Das hört sich doch schon mal gut an, doch was können die Nutzer demnach von Apple erwarten? Immerhin sträubt sich das Unternehmen weiterhin davor, von einem Antennen-Problem zu sprechen, das speziell das iPhone 4 betrifft. Vielmehr nutzten sie das Ereignis, gegen ihre Gegner zu schießen. Dafür legten sie Vergleichsmessungen von Smartphones der Konkurrenz vor, bei denen ein ähnlicher Signalabfall festgestellt werden konnte. Nokia und RIM zumindest sind ziemlich sauer über Apples Versuch, das Ganze als ein normales Smartphone-Problem darzustellen und wollen damit nichts zu tun haben. Die Empfangsprobleme treten besonders dann auf, wenn das Telefon ohne Schutzhülle fest mit der linken Hand umschlossen wird. Apple sieht die derzeitige Situation als Folge der immer kleiner und kompakter werdenden Handys an. Die Herausforderung der Hersteller liegt demnach darin, die Antennen so zu konzipieren, dass die Empfangs- und Sendeleistung unabhängig von der Handhabung des Gerätes gewährleistet ist.

Kostenlose Hüllen und erweitertes Rückgaberecht

Wie bereits zu Beginn der Pressekonferenz betont, ist es Apples Ziel, alle Nutzer zufrieden zu stellen. Sie arbeiten daher weiter an dem Problem und hoffen, die Empfangsqualität des neuen iPhones bald konstant halten zu können. Bis dahin bietet das Unternehmen allen Besitzern des Gerätes noch bis zum 30. September kostenlose Bumper-Etuis an. Wer sich ein solches Etui bereits gekauft hat, erhält sein Geld zurück. Medienstimmen zufolge sollen diese Schutzhüllen das Empfangsproblem deutlich mildern. Details zu der kostenlosen Ausgabe der Bumper will Apple bis zum Ende der Woche auf der Homepage veröffentlichen. Auf der Zubehörseite des Apple-Stores lässt sich ein entsprechender Hinweis über die Gratisvergabe der Kautschuk-Hüllen bereits finden. Um die Wellen weiter zu glätten, hat Apple das Rückgaberecht der Geräte erweitert. Demnach können alle Käufer ihr iPhone 4 innerhalb von 30 Tagen ohne Begründung zurückgeben. Der amerikanische Mobilfunk-Partner AT&T entlässt bei Rückgabe des Gerätes alle Kunden aus dem Vertrag.

Software-Updates für iPhone und iPad

iPhone 4 Steve Jobs hat die Veranstaltung zudem dafür genutzt, noch einmal auf geplante Neuerungen hinzuweisen. Er bestätigte, dass das iPhone 4 wie geplant am 30. Juli in 17 weiteren Ländern erscheinen wird. Unter anderem erwartet die Kunden dann auch ein Exemplar in weiß. Zudem stellte er zwei Software-Updates sowohl für die aktuelleren iPhone-Modelle als auch für das iPad vor, die über iTunes zum Download freigegeben wurden. Das neue System mit der Bezeichnung iOS 4.0.1 kann ausschließlich auf dem iPhone 3G, dem iPhone 3GS und dem iPhone 4 installiert werden und enthält neben allgemeinen Programmverbesserungen auch eine Verbesserung der fehlerhaften Anzeige des Empfangsbalkens. Letztere ist auf eine falsche Formel zurückzuführen und wird durch das Update behoben. Die Antennen-Problematik bleibt von der neuen Software jedoch unberührt. Besitzer des iPads können mit iOS 3.2.1 auf eine Software-Aktualisierung zurückgreifen, die mehrere Bugs ausbessern soll. Unter anderem wurde die WLAN-Problematik, Probleme beim Kopieren und Einfügen von einseitigen PDF-Anhängen im Mail-Programm, Fehler bei der Videowiedergabe sowie Probleme bei der Videoausgabe über den iPad-Dock-Connector-zu-VGA-Adapter behoben.

Gerüchte zu neuen Apple-Geräten

ipad von Apple Auf die Gerüchte um das neue MacBook Air wurde in der Konferenz nicht eingegangen. Als bestätigt scheint Berichten zufolge jedoch die Veröffentlichung einer zweiten Generation von iPads mit OLED-Display. Die neuen Tablets soll es mit weiteren Displaygrößen von 5,6 und 7 Zoll geben und im letzten Quartal des Jahres auf den Markt kommen. Auch ein 9,7 Zoll großes iPad ist in Planung, jedoch soll dieses minimal verändert sein. Quellen zufolge hat Apple die Bestellungen für die neuen iPads bereits an taiwanische Hersteller verschiedener Bauteile versandt.

<via teltarif/Engadget>