Software

iOS6 Beta: Neue Software für iPhone und iPad im ersten Test

Beta-Version bislang nur für registrierte Entwickler verfügbar
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Wie berichtet hat Apple am Montag mit iOS6 das neue Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch vorgestellt. In einer ersten Beta-Version steht iOS6 für registrierte Entwickler zur Verfügung. Endverbrauchter bekommen das neue Betriebssystem erst im Herbst - vermutlich wie im vergangenen Jahr zusammen mit einer neuen iPhone-Generation. Wir hatten bereits die Möglichkeit, die Firmware auf einem iPhone 4S und einem iPad WiFi+Cellular einem kurzen Test zu unterziehen.

Neue Karten-App als interessantestes neues Feature

iOS6 auf dem iPhone 4SiOS6 auf dem iPhone 4S Besonders interessant ist in iOS6 die neue Karten-App. Diese stützt sich nicht mehr - wie bisher - auf Datenmaterial von Google. So gesehen haben die Karten ein neues Layout und sogar eine Navigations-Funktion bekommen. Dafür arbeitet Apple mit TomTom zusammen. In diesem Punkt schließt Apple somit zur Konkurrenz-Plattform Android auf, das mit Google Maps Navigation ebenfalls ein kostenloses Navigationssystem bietet.

Beide Lösungen lassen sich derzeit nur dann nutzen, wenn der Kunde eine Internet-Verbindung auf dem Smartphone oder Tablet nutzt. Google hat aber für Android bereits einen Offline-Modus angekündigt. Hier bleibt abzuwarten, inwieweit Apple vielleicht schon bis zur offiziellen Veröffentlichung von iOS6 nachbessert.

Ersatzlos weggefallen ist Google Streetview. Auch die Satellitenansicht der Regionen, deren Kartenmaterial man gerade betrachtet, kann mit dem Google-Angebot nicht mithalten. Lediglich für einige amerikanische Städte gibt es detaillierte Ansichten sogar in 3D.

Die Navigation ist für Autofahrer, Fußgänger und auch für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel möglich. Während die Angebote für Autofahrer und Fußgängergut funktionieren, ist das Angebot für öffentliche Verkehrsmittel in Deutschland derzeit ohne Funktion. Die Navigation läuft auch im Hintergrund weiter, falls das iPhone oder iPad zwischenzeitlich für andere Zwecke genutzt wird.

Deutsche Tastatur mit Umlauten und sehr kleinen Tasten

Siri auf dem iPad WiFi+CellularSiri auf dem iPad WiFi+Cellular Auf den ersten Blick fällt dem Anwender auch ein geändertes Tastatur-Layout am iPhone auf. So haben die deutschen Umlaute eigene virtuelle Tasten bekommen. Nachteil: Dadurch wird die virtuelle Tastatur sehr klein, so dass man sich bei der Nutzung öfter verschreibt. In den Einstellungen lässt sich die gewohnte Tastatur aber zurückholen und die Umlaute müssen wie gewohnt durch längeres Drücken des Hauptbuchstabens und eine Gestenbewegung in Texte eingebaut werden.

Optisch überarbeitet hat Apple den iTunes Store und den AppStore. Podcasts haben wir bei iTunes nicht mehr gefunden. Lediglich die vom PC oder Mac auf den Handheld synchronisierten Abonnements sind nutzbar. Von diesen können auch neue Folgen heruntergeladen werden. Die Chance, ähnlich wie bei Windows Phone eine native Podcast-Unterstützung für das Smartphone, das Tablet bzw. den Multimedia-Player ins Betriebssystem zu integrieren, hat Apple leider verpasst.

Auf Seite 2 erfahren Sie unter anderem, welche neuen Features es bei Siri gibt und wie Apple die Nutzung des AppStores vereinfacht.

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