Unlock

Gegen das FBI: "Hände weg von meinem iPhone"

Apple erhält von einigen US-Bürgern Rückendeckung im aktuellen Fall um die Entsperrung des iPhones.
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Demo gegen die Unlock-Forderungen des FBIDemo gegen die Unlock-Forderungen des FBI Im Streit zwischen den US-Behörden und Apple um die geforderte Entsperrung von iPhones haben Demonstranten in mehreren US-Städten den Konzern unterstützt. Sie plädierten zudem dafür, dass ihre Daten geheim bleiben. "Knackt nicht unsere Telefone" hieß es auf einem Transparent, das Demonstranten am Dienstag (Ortszeit) vor dem Apple Store in San Francisco hochhielten.

Demonstranten: "Hört auf zu spähen"

In Washington trug eine Demonstrantin eine riesige Sonnenbrille mit der Aufschrift "Hört auf zu spähen" ("Stop spying"). Vor der FBI-Zentrale in der US-Hauptstadt forderten Protestler "Hände weg von meinem iPhone".

Apple sträubt sich gegen Entsperrung

Amerikanische Ermittler verlangen von Apple schon mindestens seit Oktober, iPhones zu entsperren. Der Konzern sträubt sich dagegen. Bisher stand vor allem der Fall im Mittelpunkt, bei dem das FBI von Apple verlangt, das iPhone des Attentäters von San Bernardino zu entsperren.

Die Behörden wollen vor allem, dass Apple per Software-Eingriff eine Funktion aushebelt, die den Inhalt eines Telefons löscht, wenn zehnmal ein falsches Passwort eingegeben wird. Erst wenn das geschieht, können Ermittler unendlich viele Passwörter ausprobieren, bis sie das richtige erwischen. Apple schlug vor, statt Gerichten solle sich eine Experten-Kommission mit den möglichen Folgen der Behörden-Forderungen beschäftigen.

Android: Unlock ist kein Einzelfall

Auch Android-Chef Hiroshi Lockheimer von Google sieht Bedarf an einer breiten Diskussion. "Es ist eine ganz neue Situation, in der verlangt wird, ein Produkt zu verändern, um einen Sicherheitsmechanismus zu umgehen", sagte der Google-Manager auf dem Mobile World Congress in Barcelona. "Wenn es einmal soweit kommt, kann es auch immer wieder passieren". Deshalb könne man nicht von einem Einzelfall sprechen und müsse über ein Verfahren nachdenken, das wiederholt angewandt werden könne. Bei Android greift die Verschlüsselung übrigens erst ab der Version Marshmallow, während die meisten Android-Anwender noch mit älteren Version unterwegs sind.

In einer weiteren Meldung sind wir darauf eingegangen, wieso sich Bill Gates im aktuellen Fall auf die Seite des FBI stellt.

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