In Nutzerkonten eingedrungen und selbstgemachte Comic-App verkauft
Die Gefahr ist bekannt: Auch beim mobilen Zugang zum Internet versuchen
Kriminelle auf Kosten der Nutzer zu profitieren. Apple hat gestern einen Anbieter von
kleinen Zusatzprogrammen für iPhone, iPod Touch und iPad gesperrt,
weil er Nutzer betrogen haben soll. Eine Schadenssumme nannte der
Konzern nicht.
Thuat Nguyen steht im Verdacht, in Nutzerkonten eingedrungen und
von ihm selbst angebotene Comic-Apps gekauft zu haben. Die
Machenschaften waren aufgefallen, als Nguyens Werke plötzlich in die
Top 50 der meistverkauften Apps hochschossen und zeitweise 42 Plätze
belegten.
Der Fall wirft Fragen über die Sicherheit von Apples' AppStore
auf. Der Konzern riet in einer Mitteilung, dass sich geschädigte
Nutzer an ihre Banken wenden sollten, um ihre Kreditkarte sperren zu
lassen und das Geld zurückzubekommen.
Nach Angaben des Wall Street Journal (WSJ) gibt es inzwischen mehr als
100 Millionen Nutzerkonten. Das iPhone ist der Verkaufsschlager von
Apple und Apps sind ein lukratives Zusatzgeschäft. Erst jüngst hatten
die Kalifornierer die vierte Version des Smartphones herausgebracht.
Mobiltelefone lassen sich mit kleinen zusätzlichen Programmen
gehörig aufpeppen. Beliebt sind Spiele, Navigationstools und
Messenger-Apps. Welche Onlineshops bieten was und welche
Hersteller ziehen nach?