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Zehn Mal Pro und Contra zum neuen iPad von Apple

05.04.2010
18:04

Selten polarisierte eine Produkteinführung so stark wie beim iPad

Inhaltsverzeichnis:

1. Hardware: Toller Style, technisch aber nicht herausragend
2. iPad: Hardware ist längst nicht alles

Kein Gerät hat wohl jemals vor dem Verkaufsstart Medien und Bevölkerung so gespalten wie dies Apple mit dem neuen iPad geschafft hat. Bereits am Erstverkaufstag, dem Ostersamstag, sind Angaben von Apple zufolge etwa 300 000 Multimedia-Tablets verkauft worden, Schätzungen sprechen von etwa 200 Millionen US-Dollar Umsatz alleine am ersten Tag. Nach etwa eineinhalb Tagen mit einem eigenen iPad ist daher für mich Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

iPad: Die Hardware im Urteil

Analysten, speziell amerikanische Tech-Journalisten und -Blogger, sprachen vor Verkaufsstart von einer "technical revolution", die Apple zu Ostern 2010 zünden wird. Sie haben Recht aber nur zum Teil. Kommen wir zum ersten Schwung Pros und Cons, zum Gerät selbst: Erst einmal handelt es sich beim iPad um einen riesigen iPod touch. Der 9,7 Zoll große berührungsempfindliche Bildschirm liefert brilliante Farben, die Bedienung durch Berührungen und Gesten klappt einwandfrei, schnell und direkt und dank des viel größeren Bildschirms machen viele Anwendungen einfach viel mehr Sinn als auf einem 3-Zoll-Display. Beim Navigieren in den Karten bekommt man fast das Gefühl einen Atlas in der Hand zu halten, Auto-Rennspiele vermitteln das Gefühl als wenn ein Lenkrad in den Händen hält und gleichzeitig durch die Windschutzscheibe schaut.

Apple hat augenscheinlich viel in die Forschung und Optimierung der Usability zum iPad investiert. Herausgekommen ist wie schon vielfach früher ein minimalistisches Gerät, das vier Schalter und zwei Anschlüsse aufweist. Neben dem zentralen Schaltknopf auf dem Gerät fällt an der Seite vor allem ein kleiner Schieber zum "Einfrieren" der aktuellen Bildschirmausrichtung auf - ein sehr nützlicher Schalter bei der Nutzung auf der Couch oder im Bett.

Angetrieben wird das iPad von einem exklusiv von und für Apple entwickelten Prozessor, der es amerikanischen IT-Medien zufolge hinsichtlich der Verarbeitungsgeschwindigkeit und Performance mit dem derzeit in diesem Segment dominierenden Snapdragon-Chipsatz von Qualcomm aufnehmen kann und diesen zum Teil übertrifft. Alle bisherigen Tests der Redaktion teltarif.de bestätigen dies. Alle Eingaben gelangen flüssig, Scrollbewegungen waren ebenso ohne Ruckeln oder Störungen, das Starten und Schließen der Programme, auch von komplexeren Spielen, ging zügig.

Die eingebauten Lautsprecher klingen laut, satt und in allen Tonlagen sehr natürlich - keine Not also, wie bei iPhone oder iPod Touch notwendig, einen kleinen externen Lautsprecher mit auf Reisen zu nehmen, man hört Musik einfach über das ansonsten ausgeschaltet auf dem Tisch liegende iPad.

Übergröße hat auch Nachteile

Zubehör für das iPad
Zubehör für das Apple iPad
Apple bleibt beim iPad seiner limitierten Ausstattungspolitik leider aber weiter treu. So findet man in der Box nur ein Ladegerät und ein USB-Kabel - alles andere muss man (teuer) hinzukaufen und zum Teil noch warten, weil es Lieferschwierigkeiten mit dem einen oder anderen Zubehör gibt. Einen USB-Anschluss am iPad vermisst man so etwa ebenso wie einen Speicherkartenleser, etwa um unterwegs die Bilder der Digitalkamera mit dem iPad zu synchronisieren und weiterzuverarbeiten. Auch mag es für einige Zielgruppen wenig Sinn machen, dass Apple den Einbau eines GPS-Sensors nur der "großen" iPad-Version mit integriertem UMTS-Modem vorbehält. Fehlt dieser, so erfolgt die Ortung aufgrund der Informationen der genutzten WLAN-Hotspots.

Noch einmal zum Bildschirm und zum Gerät selbst: Touchscreen bedeutet zwangsläufig die Bedienung mit den Fingern, die eben auch häufiger einmal nicht perfekt sauber und/oder fettig sind. Diese Spuren setzen sich auch auf dem iPad fest. Apple arbeitet hier zwar mit einer abweisenden Beschichtung für die schlimmsten Spuren, trotz allem weist das Gerät der Redaktion von teltarif.de bereits nach zwei Tagen sichtbare Nutzungsspuren auf - gefühlt schneller als auf einem neuen iPhone.

Weiteres Manko ist das von Apple gewählte Bildschirm-Format: Viele Videos liegen mittelweile im 16:9- oder anderen Breitbild-Formaten vor. Nachteil für das iPad: Beim Abspielen der Videos bleibt oben und unten ein schwarzer Rahmen.

Nun zum Handling selbst: Das iPad liest sich mit 680 Gramm zwar recht leicht, ist für die Einhand-Bedienung aber zu schwer, so dass es fast unabdingbar dem Kauf des beschriebenen Zubehörs oder eben der Ablage auf den Oberschenkeln bedarf.

Zwischenergebnis Hardware: 4:5
Lesen Sie auf der zweiten Seite, ob Apple diesen Rückstand durch Programme und Anwendungen auf dem iPad noch aufholen kann und wie das abschließende Fazit von teltarif.de aussieht.
 
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Hat Ebbel mal wieder Mist gebaut EpsilonAlph. 11.05.12 22:19
RE: Hat Ebbel mal wieder Mist gebaut sushiverweig. 07.04.12 02:42
RE: LTE funktion wertlos?!! spezi10 06.04.12 18:15
RE: Hat Ebbel mal wieder Mist gebaut Ohrenarzt 06.04.12 17:56
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre