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Apple iPad und iPod Touch im Vergleich

27.05.2010
11:50

Touchscreen-Geräte unterscheiden sich nicht nur in Größe und Preis

Inhaltsverzeichnis:

1. Wechselwirkung zwischen iPad-Launch und iPod-Absatz attestiert
2. Die Lücke zwischen Laptop und Smartphone - und im Portmonee
Kaum ist das Apple-Tablet auf dem Markt, gehen die Verkaufszahlen des Musikplayers iPod zurück - diese Wechselwirkung will jedenfalls das Marktforschungsunternehmen NPD Group festgestellt haben. Etliche Apple-Fans werden auch genau vor dieser Kaufentscheidung stehen: iPad oder iPod Touch? Mit beiden Touchscreen-Geräten können Nutzer Musik hören, Filme anschauen, elektronische Bücher oder Magazine lesen und im Internet surfen. Augenfällige Unterschiede zwischen iPad und iPod Touch sind dagegen ihre Größe und die jeweiligen Kaufpreise im Handel. Während der iPod Touch Smartphone-Format daherkommt und in der 8-GB-Version im freien Handel für Preise ab etwa 170 Euro erhältlich ist, kostet das iPad mit seinem 24,63 Zentimeter in der Diagonale messenden kapazitiven Touchscreen je nach Modell zwischen 499 und 799 Euro.

Das iPad ist nicht mehr als ein großer iPod Touch?

Apple iPad und Apple iPod Touch im Vergleich
Apple iPad und Apple iPod Touch im Vergleich
Wer das Apple iPad als eine größere Ausführung des iPod Touch ansieht, liegt nicht ganz falsch: Mit der für den kommenden Herbst angedachten Aktualisierung des Betriebssystems iPhone OS 4.0 sollen beispielsweise auch Nutzer des iPod Touch Zugriff auf den iBook Store erhalten. Der wesentliche Unterschied beim Lesen eines elektronischen Buches auf dem Medienplayer und dem Tablet liegt allerdings natürlich in der Größe und Beschaffenheit des kapazitiven Displays: Einerseits liest es sich schlecht auf dem kleinen Bildschirm des iPod Touch, andererseits strengen die Hintergrundbeleuchtung und die niedrigere Pixeldichte auf dem iPad die Augen des Lesers mehr an als auf einem herkömmlichen E-Book-Reader mit eInk-Display-Technologie. Bei längeren Lesesessions kann auch das größere Gewicht des Tablets eine nachteilige Rolle spielen. Spezielle Halterungen zum Aufstellen des iPad mögen zum Filmeschauen nützlich sein, beim Lesen helfen sie jedoch nicht.

Auch beim Musikhören kann sich das iPad trotz seiner zwei integrierten Lautsprecher nicht vom iPod Touch abheben: Wer den Raum direkt vom Gerät aus mit Musik beschallt, verzichtet auf wirklich guten Klang, auch wenn dieser etwa im Urlaub fürs Musikabspielen in der Ferienwohnung ausreicht. Größeren Hörgenuss erlebt der Nutzer des iPad, wenn er zu kabelgebundenen bzw. Bluetooth-Kopfhörern greift oder die auf dem Tablet gespeicherte Musik über die heimische Stereoanlage abspielt. Dazu ist das iPad - wie auch der iPod Touch - mit einem Dock-Port ausgerüstet.

Beim Videoschauen oder Internetsurfen unterwegs während der Zugfahrt zeigt das größere und hellere LED-basierte Display des iPad - anders als beim Lesen von E-Books - Vorteile gegenüber dem LCD des iPod Touch. Auch lohnt es sich unter Umständen hierfür, sich einen speziellen Fuß zum Aufstellen des iPad zuzulegen. Was beide Geräte dagegen leisten: Ein Beschleunigungssensor sorgt dafür, dass Bilder, Videos, Spiele oder auch Webseiten im Safari-Browser sowohl im Quer- als auch im Hochformat angezeigt werden - je nach Ausrichtung des Geräts. Leider ist das iPad aufgrund des stark spiegelnden Displays nicht zum Internetsurfen oder für eine Videosession draußen unter direktem Sonnenlicht geeignet.

Die Beschränkungen des geschlossenen Apple-iTunes-Systems

Apple iPad und Apple iPod Touch im Vergleich Sowohl das iPad als auch der iPod Touch unterstützen nur bestimmte Audio-, Video- und Bild-Formate. Wer zum Beispiel seine auf dem PC gespeicherten Musiktitel im WMA-Format in seine iTunes-Musikbibliothek aufnehmen und auf dem iPad oder iPod Touch abspielen möchte, muss diese erst konvertieren lassen. Flash-Videos lassen sich auf den Geräten nicht abspielen. Auch gelten die anderen üblichen Beschränkungen des Apple-iTunes-Systems: Zum Beispiel lässt sich nur ein Benutzer für das iPad oder den iPod Touch einrichten, das Gerät synchronisiert sich nur mit einer iTunes-Bibliothek auf dem PC, und lokal auf dem Gerät können Daten nur in begrenztem Maße zwischen verschiedenen Apps ausgetauscht werden. Das Versprechen des iPad ist allerdings schlichtweg mehr Spaß bei der Nutzung, sobald mehr und aufwändigere, speziell für das iPad entwickelte Apps und Inhalte verfügbar sind.

Im Gegensatz zum kleinen Mediaplayer bietet das iPad dem Nutzer neben WLAN- und Push-E-Mail-Unterstützung und der Daten-Synchronisation mit einem Server in der iWorks-App Office-Anwendungen zum Betrachten und Bearbeiten von Dokumenten. Außerdem kann eine echte Tastatur angeschlossen werden, die das iPad zum Quasi-Netbook macht. Da aber sowohl iPod Touch als auch dem iPad ein USB-Anschluss fehlt, können keine UMTS-Surf-Sticks als Modem fürs mobile Internetsurfen genutzt werden. Eine Auswahlmöglichkeit stellen hierfür tragbare WLAN-fähige UMTS-Modem-Router dar. Telefonisch erreichbar per VoIP-Anschluss sind iPad- und iPod-Touch-Nutzer auch bei im Hintergrund laufender App, sobald das Firmware-Upgrade auf iPhone OS 4.0 vorgenommen wurde.

Auf der folgenden Seite fassen wir die Unterschiede zwischen iPad und iPod Touch in einer Tabellen-Übersicht zusammen und zeigen, für welche Anwender sich der iPod Touch eher lohnt als der Kauf eines iPad.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre