iCloud

Test: iCloud synchronisiert Daten auf Apple-Geräten und am PC

Nicht alle Dienste arbeiten zum Start des MobileMe-Nachfolgers zufriedenstellend
Von Mirko Schubert /
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Die Aktivierung von iCloud ist recht einfach: Dazu muss der Anwender lediglich in den Einstellungen von iPhone, iPad bzw. iPod touch unter iOS5 - oder beim ersten Start des iPhone 4S - seine Apple-ID angeben, die er bereits für den iTunes Store eingerichtet hat. In den Einstellungen auf dem Handheld kann er außerdem angeben, welche Dienste die Geräte nutzen sollen. Bevor die E-Mail- und Notizen-Funktion genutzt werden kann, muss der Anwender zudem eine E-Mail-Adresse mit der Endung @me.com einrichten. iCloud-Menü am Windows-PCiCloud-Menü am Windows-PC

Auf dem Mac wird die iCloud-Einrichtung nach dem aktuellen Betriebssystem-Update automatisch angeboten. Dabei wird standardmäßig die Synchronisierung für nahezu alle von iCloud angebotenen Dienste eingerichtet. Wer nicht alle Angebote benötigt - beispielsweise weil für E-Mails, den Kalender oder wie die Kontakte bereits Microsoft Exchange oder ein Google-Konto verwendet wird - muss die nicht benötigten Apple-Services manuell deaktivieren.

Zahlreiche Probleme beim Umzug von MobileMe

Obwohl Apple eigens für iCloud ein neues Rechenzentrum erbaut hatte, kam es beim Ansturm der über eine Viertelmilliarde Kunden zu zahlreichen Störungen und Ausfällen. Wie die eigens dafür eingerichtete Statusseite zeigt, sind diese aber inzwischen weitgehend behoben.

Beim Umzug von MobileMe zu iCloud treten jedoch nach wie vor zahlreiche Probleme auf. Für die Migration der Daten hat Apple einen Umzugsservice eingerichtet, der im Test auch reibungslos funktionierte. Vor dem Umzug sollte der Nutzer aber sämtliche Kalender-, Kontakt- und E-Mail-Daten sichern. Da es jedoch auch zu Serverproblemen auf der Umzugsseite gab, sahen sich viele Nutzer plötzlich mit zwei iCloud-Accounts konfrontiert, die eine Synchronisation der Daten auf allen Geräten unmöglich machte. Speichermenü für iCloud am iPhoneSpeichermenü für iCloud am iPhone

Betroffen sind davon alle Anwender, die bereits vor der Migration auf dem iPhone oder iPad einen iCloud-Account angelegt haben. Da die MobileMe-E-Mail-Adresse als Apple-ID übernommen wird, erhält der Anwender beim Umzug ein weiteres Nutzerkonto auf dem Mac oder PC. Das Zusammenführen beider Accounts ist laut Apple nicht möglich.

Um dieses Problem zu lösen, sollte sich der Nutzer vorzugsweise für das ehemalige MobileMe-Konto entscheiden. Statt 5 GB stehen ihm dort bis zum 30. Juni 2012 ganze 25 GB Speicher kostenlos zur Verfügung. Bevor der Anwender das andere Konto auf dem iPhone, iPad oder dem iPod touch löscht, sollte er sich versichern, dass die Daten auf dem ehemaligen MobileMe-Konto aktuell sind.

Beim Löschen des zweiten Accounts gehen alle Daten verloren. Die Apple-ID bleibt jedoch weiter erhalten, damit der Nutzer den iTunes Store weiter nutzen kann. Danach braucht er sich lediglich mit der E-Mail-Adresse des aktuellen Nutzerkontos auf allen Geräten anzumelden. Fotos und Videos, die sich bereits auf dem iPhone oder iPad vor der Problembehebung befanden, werden jedoch nicht automatisch zum Fotostream hinzugefügt.

Auf der dritten und letzten Seite lesen Sie unter anderem, welche Defizite der zu iCloud zählende E-Mail-Dienst noch aufweist und wie sich E-Mails mit einer alternativen Absender-Adresse verschicken lassen.

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