Apple-Event

Apple will Amazon mit iBooks Konkurrenz machen

Inhalte werden immer wichtiger
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Apple betritt neue WegeApple betritt neue Wege Wie es scheint, hat Apple einen neuen Gegner gefunden. Für Donnerstag dieser Woche, dem 19. Januar, hat das Unternehmen aus Cupertino zu einem Event in New York geladen. Dabei wird es allerdings wohl nicht das neue und bereits sehnsüchtig erwartete iPad 3 zu sehen geben, es stehen sogar vermutlich überhaupt keine Hardware-Ankündigungen im Raum. Vielmehr konzentriert sich Apple bei diesem Event auf Inhalte und den Bildungsbereich, und zwar offensichtlich vor allem auf E-Books und Magazine. Hier hat Apple noch deutlichen Nachholbedarf, und der wichtigste Rivale wurde bereits ausgemacht: Amazon.

Amazon Kindle Fire

Galten bis jetzt meist die Software-Giganten Microsoft und Google als wichtigste Konkurrenten von Apple, verschieben sich diese Gewichte spätestens seit dem ersten Amazon-Tablet Kindle Fire nun verstärkt in Richtung des weltgrößten Online-Händlers. Die Gründe dafür liegen, wie auch das Apple-Insider-Portal Cult of Mac berichtet, in dem gewaltigen Öko-System, dass Amazon sich heimlich, still und leise aufgebaut hat. Während Apple dank iTunes die Vorherrschaft bei Musik-Downloads genießt und auch im Video-Bereich aktiv ist, kann Amazon die Marktführerschaft bei E-Books und digitalen Zeitschriften für sich verbuchen. Seit einiger Zeit bietet zudem Amazon auch Musik-Downloads in großem Stil an, was Apple ein Dorn im Auge sein muss. Mit dem ersten Tablet und den immer beliebter werdenden E-Book-Readern der Kindle-Baureihe verkauft Amazon nun aber sogar die Hardware, die direkt auf den Konsum der eigene Inhalte ausgelegt ist, gleich mit - und das auch noch recht günstig, was die meisten Kunden von Apple-Hardware wie iPhone, iPad und Co. wohl nicht behaupten würden.

Es wird ein langer Weg für Apple

Apple hat allerdings auch einige Pfeile im Köcher, die das Unternehmen ausspielen kann. So genießen Apple-Produkte bei Autoren, Medien-Schaffenden sowie Studenten ein gutes Image und einen hohen Marktanteil - da läge es nah, die guten Vorzeichen zu nutzen. Denkbar ist, dass Apple in Zukunft vor allem im Bildungsbereich als Anbieter von Lehrbüchern auftreten möchte und hier neue Features anbieten könnte, etwa bessere Multimedia-Integration in den Lernstoff oder direkteren Kontakt zwischen Autoren, Herausgebern und Studenten zu ermöglichen. Eine Apple-Software zur leichten Erstellung eigener E-Books - die dann natürlich über iTunes angeboten werden können - ist ebenfalls denkbar. Ist hier einmal ein Einstieg geschafft, kann Apple die Position weiter ausbauen. So oder so dürfte es ein langwieriger Prozess sein, Amazon im Bereich der E-Books wirklich Konkurrenz zu machen, das Ziel wäre jedoch lohnenswert. Eine Revolution der Lehrbücher war zudem die Vision des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs.

Was genau Apple an diesem Donnerstag vorstellen wird, ist also noch nicht bekannt. Der Ort ist mit New York in jedem Fall gut gewählt, schließlich schlägt in der Ostküsten-Metropole das Herz der amerikanischen Verlagsbranche. Für die Kampfansage an Amazon und das verstärkte Engagement in diesem Bereich wäre diese Umgebung für Apple demnach genau richtig.

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