Erster Eindruck

AOL Reader ausprobiert: Nachrichten-Dienst mit kleinen Baustellen

Import der Daten des Google Readers funktioniert problemlos
AAA

AOL Reader ausprobiert: Nachrichten-Dienst mit kleinen BaustellenAOL Reader im ersten Test
Weitere Bilder mit Klick
Seit Google das Aus für den hauseigenen RSS-Reader für den 1. Juli bekannt gegeben hat, sind Nutzer auf der Suche nach vernünftigen Alternativen. Sehr schnell hat sich dabei Feedly als legitimer Nachfolger heraus kristallisiert. Auch teltarif.de hat bereits berichtet, wie der Umstieg auf den neuen Reader schnell und problemlos funktioniert. Feedly ist aber nicht die einzige Möglichkeit, seine RSS-Feeds in Zukunft zu lesen. So hat auch der Online-Dienst AOL einen eigenen RSS-Reader angekündigt, welcher sich nun seit diesem Montag in einer öffentlichen Test-Phase befindet.

Momentan ist es leider noch nicht möglich, sich direkt anzumelden, es scheint, als ob der Zulauf an Interessenten AOL etwas überrascht hat. So muss sich der potenzielle Nutzer mit seiner Mail-Adresse registrieren und erhält dann eine Nachricht, sobald er der Dienst nutzen kann. Wir hatten uns sofort am Montag registriert und erhielten zwei Tage später unseren Zugang.

Einfacher Import der Daten des Google Readers

Gleich beim ersten Aufrufen der Start-Seite fällt ein Aspekt sehr positiv auf, welcher besonders Umsteiger vom Google Reader erfreuen wird: Der Import der bei Google verwalteten RSS-Feeds erfolgt auf Wunsch automatisch. Hierzu muss einfach das persönliche Google-Login eingeben werden. Nach wenigen Minuten sind dann alle Feeds und Ordner importiert. Wer allerdings ganz neu anfangen möchte, hat natürlich auch die Option, Feeds manuell über das Menü hinzuzufügen.

Übersichtliche Oberfläche mit den wichtigsten Funktionen

AOL Reader ausprobiert: Nachrichten-Dienst mit kleinen BaustellenMeldungen lassen sich über die Netzwerke und per Mail teilen Wer bereits den Google Reader genutzt hat, wird sich beim Reader von AOL schnell heimisch fühlen. Die Oberfläche erinnert sehr stark an die bereits von Google gewohnte. Diese ist in drei Spalten aufgeteilt: Die Spalte ganz links ist für die Feeds und Ordner reserviert, die mittlere für die Artikel und ganz rechts befindet sich die Werbung.

Die Artikel können, wie auch bei Feedly, in unterschiedlichen Ansichten angezeigt werden. Dabei stehen eine Listen-, Karten- sowie die eigentliche Artikel-Ansicht zur Wahl. Interessant ist, dass bei unserem Test-Account noch keine Werbung in der dafür vorgesehenen Spalte angezeigt wurde. Obwohl sich der Reader noch in der Beta-Phase befindet, sind die wichtigsten Funktionen bereits enthalten. So lassen sich die eigenen Abonnements und Ordner bequem verwalten und falls gewünscht können Meldungen über die wichtigsten Netzwerke und per Mail geteilt werden. Weiterhin können Artikel auch zum späteren Lesen markiert werden. Auch stehen Tastatur-Shortcuts zur bequemen Bedienung bereit.

Geplante Funktionen

Laut AOL sind für die Zukunft Apps für iOS und Android geplant. Außerdem befindet sich eine Programm-Schnittstelle in Arbeit, mit der Entwickler den AOL Reader in ihre Apps einbinden können. Momentan müssen Nutzer also auch im mobilen Einsatz noch auf die Web-Oberfläche zurückgreifen, was aber recht gut funktioniert.

Fazit

Für eine Test-Version macht der AOL Reader einen recht soliden Eindruck. Die Oberfläche ist übersichtlich und alle Funktionen sind bequem zu nutzen. Allerdings fällt auf, dass Updates der RSS-Feeds teilweise nur zögerlich angezeigt werden. Auch sind Artikel, welche gerade noch als neu markiert waren, plötzlich wieder verschwunden. Wer also einen zuverlässigen Reader sucht, sollte momentan eher Feedly nutzen und den Reader von AOL im Auge behalten.