Hacker-Angriff

Anonymous greift Sicherheitsfirma an und stiehlt Kreditkartendaten

Hacker wollen "eine Million Dollar als Weihnachts-Spende umverteilen"
Von mit Material von dpa
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Anonymous nutzt gestohlene KreditkartenAnonymous nutzt gestohlene Kreditkarten Zu Weihnachten gab es eine böse Überraschung für die US-Sicherheitsfirms Strategic Forecasting (Stratfor). Die Hacker-Gruppe Anonymous hat nach Medienberichten tausende Daten von Kunden von Stratfor gestohlen. Dazu gehörten auch Informationen über Kreditkarten. Insgesamt brüstet sich die Gruppe damit, über tausende Kredikarten verfügen zu können - und tut das offenbar auch. Ziel sei es, "mehr als eine Million Dollar" als Weihnachtsspenden umzuverteilen, so BBC und Washington Post unter Berufung auf Anonymous-Mitglieder. Opfer hätten bereits von nicht genehmigten Überweisungen berichtet. Die internationale Hacker-Gruppe habe im Netz damit geprahlt, neben den Daten zu mindestens 4 000 Kreditkarten auch eine Liste mit Kunden des US-Sicherheitsberatungsdienstes gestohlen zu haben, meldete CNN.

Stratfor bestätigte dem Sender den Angriff: "Am 24. Dezember haben Unbefugte personenbezogene Daten und dazugehörige Kreditkartendaten von einigen unserer Kunden offengelegt." Ermittlungen seien aufgenommen worden. Die Internetseite des Unternehmens mit Sitz in Texas ist derzeit vorübergehend nicht zu erreichen.

Nicht der erste Angriff durch Anonymous

Stratfor bietet Analysen über internationale Sicherheitsbedrohungen an. Zu den Kunden gehören laut Medienberichten das amerikanische Verteidigungsministerium und die US-Luftwaffe, Polizeibehörden, Medienhäuser und internationale Unternehmen wie der Computerhersteller Apple und der Software-Riese Microsoft. Die gestohlenen Daten, die insgesamt 200 GB Datenmenge umfassen sollen, könnten daher durchaus sehr sensible Informationen enthalten. In der Vergangenheit war Anonymous bereits mit zahlreichen umstrittenen und spektakulären Aktionen aufgefallen. So gab es Hacker-Angriffe auf das Kreditkarten-Unternehmen Mastercard ebenso wie auf die religiöse Organisation Scientology. Gedroht hatte Anonymous unter anderem bereit dem Social Network Facebook und einigen einflussreichen Drogen-Kartellen in Mexiko.

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