Einer der großen Pluspunkte, die Anhänger von
Googles Universal-Betriebssystem Android gerne ins Feld führen, ist die Tatsache, dass das System für die Hersteller kostenlos ist und damit den Konkurrenten wie
Microsoft Windows einen großen Schritt voraus. Der Software-Riese aus Redmond verlangt etwa von den
Handy-Hersteller für sein neues
Windows Phone 7 eine Gebühr von 15 US-Dollar pro Gerät. Das sei aber immer noch günstiger als die realen Kosten von Android, so
Microsoft.
Entwicklungskosten müssen bedacht werden
Das Google-Betriebssystem zieht nach Ansicht von Microsoft eine ganze Reihe von Folgekosten nach sich, die auf den ersten Blick nicht ins Auge fallen. Unter anderem übernimmt Microsoft selbst das Risiko für Patentklagen in Softwarefragen, während diese bei Android bei den Herstellern selbst liegen. Vor allem aber müssen laut Ansicht von Microsoft die Hersteller Android selbst an die eigenen Geräte anpassen, wodurch hohe Entwicklungskosten entstehen könnten. Android-OEMs müssen offenbar zudem für einzelne Features durchaus Geld zahlen, etwa für die Integration von Office-Programmen oder Audio-Codecs.
Aus der Sicht von Google wird sich die ganze Angelegenheit wohl anders darstellen. Aber trotzdem immer mal wieder interessant, dass kostenlos einfach nicht immer kostenlos ist, ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich.
<Business Insider via Der Standard>