Spitzenreiter

Amazon Kindle Fire ist das erfolgreichste Android-Tablet

Inhalte und Preis für Endkunden wichtiger als technische Raffinessen
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Amazon ist mit Kindle Fire erfolgreichAmazon ist mit Kindle Fire erfolgreich Das Apple iPad dominiert auch in seiner aktuellen Generation weiterhin den Tablet-Markt und verkauft sich prächtig. Dahinter allerdings scharrt die Android-Meute mit den Füßen und sucht in ihrer Mitte das Modell, welches das iPad endlich von der Spitze vertreiben könnte. Dabei kommt es auch auf die Größe an, denn schließlich gibt es Tablets mit dem Google-Betriebssystem mit ganz verschiedenen Bildschirmdiagonalen. Wie die aktuellen Zahlen der Marktforscher von Comscore zeigen, werden größere Tablets intensiver genutzt als kleinere. Laut den Daten von Comscore werden auf einem Zehn-Zoll-Tablet 39 Prozent mehr Inhalte konsumiert und Webseiten aufgerufen als auf einem Sieben-Zöller. An der Spitze der Android-Rangliste befindet sich aber trotzdem ein kleineres Tablet: der Amazon Kindle Fire.

Amazon Kindle Fire

Zwar beziehen sich die Zahlen von Comscore nur auf den US-Markt, sie haben aber doch auch für den globalen Zustand eine gewisse Aussagekraft. In den USA hatte das mit einem Preis von knapp 200 Dollar sehr günstige Amazon Kindle Fire im Februar einen Marktanteil von 54,4 Prozent, sogar weltweit ist das Amazon-Tablet wie berichtet das am meisten verkaufteste Android-Tablet - und das, ob wohl es nur in den USA im Handel ist, und das auch erst seit Ende November. Zudem kann das Kindle Fire nicht einmal mit herausragender Technik punkten, auch kommt nicht die aktuellste Android-Version zum Einsatz. Vielmehr liegt der Schlüssel zum Erfolg hier, wie auch Stadt-Bremerhaven.de überzeugt ist, neben dem günstigen Preis in dem umfangreichen Angebot an Inhalten für das Tablet. Amazon bietet in den USA für den Kindle Fire Bücher, Videos, Musik, Zeitungen und sogar Apps an, und zwar alles aus dem eigenen Hause. Das Betriebssystem des Tablets wurde so angepasst, dass Android kaum noch zu sehen und alles auf den Kauf von Content ausgelegt ist. Der Medienkonsum wird den Kunden so einfach wie möglich gemacht, das Angebot ist riesig - so lassen sich auch kostenpflichtige Inhalte an den Mann bringen. Google selbst verfügt zwar über ein ähnliches Ökosystem, tut sich aber deutlich schwerer damit, hier auch Geld zu verdienen.

Start in Deutschland noch nicht in Sicht

Die Wichtigkeit der Inhalte sorgt jedoch auch dafür, dass Amazon den Kindle Fire noch immer nicht außerhalb der Vereinigten Staaten erhältlich ist. Hierfür müsste in den jeweiligen Ländern sichergestellt werden, dass aus allen Bereichen genügend Inhalte zum Kauf bereit stehen, damit sich das Projekt auch rechnet. Die etwa in Deutschland deutlich anderen Urheberrechts-Bestimmungen bereiten Amazon noch Kopfzerbrechen. Allerdings hatte der Online-Händler in der Vergangenheit bereits betont, den Kindle Fire auch in anderen Ländern, unter anderem Deutschland, in den Handel bringen zu wollen. Einen Zeitansatz gibt es hierfür aber noch nicht.

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