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Android 3.0: Google-Handys bekommen neue Features

Erste Smartphones mit neuem Android zum Weihnachtsgeschäft
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Wie berichtet ist Android 2.2 seit dieser Woche in der endgültigen Version verfügbar. Zunächst kommen Besitzer des von HTC gefertigten Nexus One in den Genuss des Updates. In den nächsten Monaten sollen weitere Google-Handys folgen. Dabei ist für Oktober bereits die Veröffentlichung der Version 3.0 des Google-Betriebssystems für Smartphones geplant, die den Codenamen Gingerbread trägt.

Bisherigen Branchengerüchten zufolge soll Android 3.0 nicht in jedem Fall die bisherigen Firmware-Versionen ablösen. Einem Bericht des Onlineportals Unwiredview zufolge ist die neue Android-Version vor allem für leistungsfähige Smartphones vorgesehen, während preisgünstigere Handys vorerst weiter mit Android 2.x ausgestattet werden. Dabei bleibt unklar, ob Android 2.x für Einsteiger-Handys parallel zur neuen Version 3.0 des Betriebssystems weiterentwickelt wird. AndroidNoch im Herbst wird Froyo durch Gingerbread abgelöst

Hohe Hardware-Anforderungen

Die Hardware-Voraussetzungen für Android 3.0, das auch eine komplett erneuerte Benutzeroberfläche erhalten soll, sind recht hoch. So sollen die Telefone auf einem Prozessor mit einer Taktfrequenz von mindestens 1 GHz basieren. Zudem sollen mindestens 512 MB RAM zur Verfügung stehen und die minimale Display-Größe beträgt 3,5 Zoll. Für Smartphones mit besonders großem Touchscreen will Google eine Auflösung von 1 280 mal 760 Pixel realisieren.

Mit der neuen Benutzeroberfläche könnte Google den Bestrebungen der Smartphone-Hersteller, die Android oft nach ihren eigenen Vorstellungen modifizieren, entgegentreten. Die individuellen Menüs sorgen zwar für eine verbesserte Benutzerführung. Dafür müssen die Besitzer entsprechender Handys oft recht lange auf Software-Updates und somit neue Features warten.

Erste Android-3.0-Handys zum Weihnachtsgeschäft

Wenn der Zeitplan eingehalten wird, Android 3.0 spätestens Mitte Oktober vorzustellen, ist zum Weihnachtsgeschäft mit ersten Handys zu rechnen, die diese Variante der Firmware an Bord haben. Noch offen ist die Frage, ob auch für bestehende Android-Smartphones ein Update auf die neue Software angeboten wird. Bislang müssen Besitzer eines Google-Handys damit leben, nach maximal rund einem Jahr keine offiziellen Software-Updates mehr zu bekommen.

Konkrete Ankündigungen für Handys, die Android 3.0 an Bord haben werden, gibt es noch nicht. Allerdings gibt es schon seit einigen Wochen Gerüchte zu Mobiltelefonen, die einen Prozessor mit bis zu 2 GHz an Bord haben. Auf solchen Handys wäre auch die neue Google-Software lauffähig. Unter dem Strich sind die Bestrebungen von Google, Android weiter zu entwickeln, sicher positiv. Auf wenig Freude bei Software-Entwicklen dürfte jedoch das künftig zweigleisige System stoßen, das für preiswerte Handys weiterhin Android 2.x und für höherwertige Smartphones die Version 3.0 des Betriebssystems vorsieht. Schon jetzt sind Android-Varianten von 1.5 bis 2.2 im Umlauf, was die Programmierung von Apps, die auf allen Google-Handys lauffähig sein sollen, eher erschwert.

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