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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Android überträgt Standort-Daten an Google - mit eindeutiger ID23.04.2011
12:30 Nach Apple hat jetzt auch Google eine neue Datenschutz-Debatte
Vor einigen Tagen sorgte ein Datenschutzproblem bei Apple für Aufregung in der ITK-Welt:
iPhones und iPads legen eine Datenbank mit früheren Aufenthaltsorten ihrer Nutzer an und speichern diese unverschlüsselt auf dem Gerät sowie, wenn nicht anders konfiguriert, auch unverschlüsselt auf einem Rechner, mit dem sich das Smartphone per iTunes synchronisiert.
Reine Definitionssache: Was ist anonym?Laut dem Magazin CNET sieht Google in seinem Vorgehen aber offenbar kein Problem: Die Daten seinen anonym und nicht auf einen spezifischen Nutzer rückführbar. Wie CNET zu Recht analysiert, ist dies natürlich eine reine Definitions-Sache: Google bezeichnet die Daten als anonym, da keine eindeutige Zuordnung zum Beispiel mittels Name und Telefon-Nummer erfolgt. Ob Google die Daten intern zur Speicherung nochmals anonymisiert, ist zudem nicht bekannt. Vorab werde der Nutzer zudem über die Sammlung der Standort-Daten informiert, heißt es weiter seitens Google - ein Android-Handy frage schließlich beim Setup, ob es anonyme Daten zum aktuelle Standort sammeln dürfe, auch wenn keine App gestartet wurde. Das hier eine eindeutige ID übertragen wird, wird aber nicht deutlich - für Google ist dies aber eben anscheinend durch die Bezeichnung "anonym" gedeckt. Weitergehende Fragen habe der Suchmaschinen-Gigant bisher nicht beantwortet, schreibt CNET weiter. Die Entdeckung hat in den USA hohe Wellen geschlagen und führt nun auch in den Medien in den Staaten zu einer Datenschutz-Kontroverse - und das in einem Land, in dem der Datenschutz einen geringeren Stellenwert hat als hier. Das Vorgehen seitens Google ist problematisch, da die nachgewiesene Zuordnung von Standortdaten und eindeutiger Kennung zumindest auch die theoretische Möglichkeit weiterer Verknüpfungen bietet - zum Beispiel mit dem Google-Konto, in dem der Nutzer persönliche Daten hinterlegt hat.
Ralf Trautmann
Google ist in puncto Datenschutz nicht ohne - das ist seit langem bekannt. Das Übermitteln von Standort-Daten eines Smartphones ist je nach Anwendungszweck unverzichtbar und vom Nutzer auch gewollt - das Google hier ohne Anlass diese Daten verknüpft mit einer eindeutigen ID überträgt, hat aber nochmals eine ganz andere Tragweite. Dieses dann noch als anonym zu bezeichnen, da die Daten ja nicht auf direktem Weg mit einem bestimmten Namen oder einer bestimmten Rufnummer verbunden sind, hat mehr als einen fahlen Beigeschmack: Der Nutzer wird schlichtweg im Unklaren darüber gelassen, was genau hier übermittelt wird.
Weitere Medlungen zu Google-Android
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| Betreff | Autor | Datum | |||||||
| Datenklau oder Sicherung | gar | 28.04.11 11:05 | |||||||
| Google-Maps | mikiscom | 26.04.11 15:54 | |||||||
| RE: und die übrigen Mobile-OS'? | ToWo | 24.04.11 17:17 | |||||||
| bitte selber recherchieren... | cookietom | 24.04.11 09:46 | |||||||
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