Hell no!

Amen: Neues Social Network aus Berlin gestartet

Einfaches Konzept mit Zustimmung und Ablehnung
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Erste Schritte mit AmenErste Schritte mit Amen "Amen" - was nach Kirche, Gebet und frommem Glauben klingt, ist jetzt auch der Name für ein neues Social Network, der derzeit in seine finale Testphase einbiegt. Dabei stehen allerdings keinesfalls christliche Themen im Fokus, sondern der Name begründet sich aus der Zustimmung zu einer bestimmten These. Das Grundprinzip der neuen Plattform ist simpel: Ein Mitglied stellt bei Amen eine Aussage in den Raum, etwa "Berlin ist die schönste Stadt der Welt." Alle anderen Nutzer haben nun zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Wer sich mit der Aussage identifiziert, drückt "Amen." und signalisiert damit seine Zustimmung. Wer einer anderen Meinung ist, drückt mit "Hell no!" seine Ablehnung aus und soll dann direkt seinen eigenen Favoriten benennen.

Optisch und in der Bedienung lehnt sich Amen an Twitter an. Nutzer können einander folgen, und das auch ohne die Zustimmung dafür einholen zu müssen. Das neue Netzwerk lässt sich mit Facebook verbinden, um die eigenen Freunde mit ins Boot holen zu können, allerdings sind Invites für die Startphase derzeit noch dünn gesäht. Die aufgestellten Thesen sind farblich gekennzeichnet, Grün steht für Personen, Blau für Orte und Orange für Dinge. Zu jeder These, die verschiedene Meinungen in der Nutzerschaft hervorgerufen hat, lässt sich dann eine Statistik anzeigen, wer oder was die größte Popularität oder Abneigung genießt. Mit der App für iOS - andere mobile Betriebssysteme sollen folgen, die Gründer suchen derzeit etwa einen Android-Entwickler - lässt sich auch über die Erkennung des Standortes herausfinden, welche Dinge in der unmittelbaren Umgebung bewertet werden können.

Das erste Portal mit "Dislike"-Button

Rangliste der gegebenen AntwortenRangliste der gegebenen Antworten Letzten Endes ist Amen darauf ausgerichtet, möglichst viele Informationen über die Vorlieben und Abneigungen seiner Nutzer zu sammeln. Die Mitglieder selbst können sich der Community mitteilen und so ihre Meinung in die Welt hinaus posaunen. Das ist in anderer Form von Konkurrenten wie Facebook, Twitter oder Google+ bereits bekannt. Eine Möglichkeit zum Verbreiten von anderen Inhalten wie Fotos, Videos oder Musik ist aktuell nicht möglich. Immerhin gibt es bei Amen als bisher erste Plattform die Möglichkeit, mit "Hell no!" seine Abneigung kundzutun. Die Nutzung des neuen Social Networks ist kostenlos, auf der Homepage können sich Interessenten registrieren und auf eine Einladung warten. Nach der Vorstellung von Amen auf der Disrupt-Konferenz von Techcrunch gibt es auf einer weiteren Seite zudem noch eine begrenzte Zahl verfügbarer Zugänge.

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