Tarifvertrag

Streik: Mitarbeiter bestreiken erstmals Amazon-Versandzentren

In den USA startet Amazon das Guthabensystem Amazon Coins
Von mit Material von dpa
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Bei Amazon wird gestreikt.Bei Amazon wird gestreikt. Beim Internet-Versandhändler Amazon wird erstmals in Deutschland gestreikt. Am größten deutschen Standort im osthessischen Bad Hersfeld und in Leipzig sei die Belegschaft heute zu einer ganztägigen Protestaktion mit Beginn der Frühschicht ab 6:00 Uhr bis zum Ende der Spätschicht aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. "Wir sind mit dem Auftakt sehr zufrieden", sagte Heiner Reimann von Verdi Hessen am Morgen in Bad Hersfeld.

Streik für den Tarifvertrag des Einzelhandels

Hintergrund für den Streik ist laut Verdi die Forderung nach einem Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels, was das Unternehmen bisher ablehnt. Amazon orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche. In Bad Hersfeld sind rund 3300 und in Leipzig etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigt.

Amazon Cloud Player für Windows

Den Amazon-Cloud-Player gibt es nun auch als PC-Anwendung. Bisher konnten Kunden nur über die Web-Version bzw. eine Android-App auf gekaufte Lieder zugreifen. Außerdem erlaubt Amazon, 250 Lieder zusätzlich hochzuladen. Wer mehr Lieder in der Cloud verfügbar haben möchte, kann einen kostenpflichtigen Account buchen.

Die Software ist vorerst nur für Winodws-PCs verfügbar, eine Mac-OS-X-Version soll in Kürze erscheinen.

Amazon Coins: Virtuelle Währung jetzt verfügbar

Unterdessen hat Amazon in den USA die virtuelle Währung Amazon Coins gestartet, die der Versandhändler bereits im Februar dieses Jahres vorgestellt hatte. Kunden sollen mit den Amazon Coins Apps und Spiele bezahlen können. Vorerst gibt es Amazon Coins jedoch nur in den USA. Ein einzelner Coin hat den Gegenwert von 1 US-Cent. Zum Start gewährt Amazon allen Besitzern eines Kindle Fire ein Startguthaben von 500 Coins (5 US-Dollar oder 3,85 Euro). Wer sich weiteres Coin-Guthaben kaufen möchte, erhält derzeit einen Rabatt von 10 Prozent.

Für die eigenen Kunden seien die Coins ein einfaches Mittel, um Apps oder Angebote innerhalb einer App zu kaufen, erklärte Amazon in einer Pressemitteilung. Für die Entwickler von Kindle-Anwendungen sei das Zahlungssystem eine ergänzende Möglichkeit, um Reichweite und Downloads zu steigern. Der Erlös für die Anwendungen geht wie bisher zu 70 Prozent an den Anbieter und zu 30 Prozent an Amazon. Auch andere große Online-Plattformen wie Facebook (Credits) haben virtuelle Währungen eingeführt, um ihre Kunden noch enger an sich zu binden.

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