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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Amazon stellt neuen mobilen Bezahlservice MPS vor09.10.2009
10:16 Voraussetzung ist ein Kundenkonto beim Online-Händler
Amazon sorgt derzeit nicht nur mit der Ankündigung für Furore, seinen
E-Book-Reader
Kindle ab
dem 19. Oktober in über 100 Ländern - darunter auch Deutschland - verkaufen zu
wollen, sondern auch mit dem beabsichtigten Einstieg in den lukrativen Markt
mobiler Bezahlsysteme. Dafür hat der
amerikanische Online-Versandhändler jetzt eine eigene Software-Lösung namens
MPS (Mobile Payment Service) präsentiert. Damit können Nutzer im Internet
gekaufte Waren und Dienstleistungen einfach mit ihrem Handy
oder einem anderen mobilen Endgerät bezahlen. Zur erfolgreichen Abwicklung der
Transaktion wird ein Amazon-Kundenkonto mit hinterlegten Zahlungsdaten
benötigt. Auch für Shop-Betreiber ist MPS interessant. Sie können die
Amazon-Software in ihre Webseite integrieren, um ihren Käufern eine
bekannte und vertrauenswürdige Zahlungsmethode anzubieten.
Der Markt mobiler Bezahlsysteme bekommt damit einen weiteren Mitspieler. Bisher dominieren iTunes, der Online-Shop von Apple, sowie der eBay-Bezahldienst PayPal in diesem Bereich. Mit Amazon dürfte jetzt jedoch ein ernstzunehmender Konkurrent hinzukommen. Und die Chancen auf einen Erfolg sehen gar nicht so schlecht aus. Das meint jedenfalls der Branchendienst Paidcontent.org. Demnach sei Apple im Besitz von rund 100 Millionen Kreditkartendaten, PayPal könne auf 70 Millionen KontoInformationen zurückgreifen. Branchenkennern zufolge kann Amazon mindestens 50 Millionen Kundenkonten vorweisen. Schafft es der Online-Händler, seinen mobilen Bezahldienst auf namhaften Portalen zu etablieren, könnte sich diese Zahl noch einmal ordentlich erhöhen. Apple und PayPal müssen sich demnach warm anziehen, denn der Markt der mobilen Bezahlsysteme ist überaus lukrativ. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des eBay-Dienstes. Im vergangenen Jahr wickelte PayPal weltweit Transaktionen im Wert von rund 60 Milliarden Dollar ab, bei einem eigenen Umsatz von 2,4 Milliarden Dollar. Analysten gehen davon aus, dass dieser Betrag in drei Jahren auf vier bis fünf Milliarden ansteigen wird. Ebenso wie der Wert der Transaktionen. Demnach soll sich das abgewickelte Volumen bis 2011 auf 120 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln.
Michael Friedrichs
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