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4. Kindle im Test: Amazons neuer E-Book-Reader kann Deutsch

Lesegerät kostet 99 Euro und kommt mit halbem Speicher und Akkulaufzeit
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Ende September hat der Online-Händler Amazon auf einer groß angekündigten Pressekonferenz vier neue Geräte vorgestellt, die künftig das Sortiment des Unternehmens erweitern sollen. Neben dem ersten hauseigenen Tablet namens Kindle Fire wurden auch drei neue E-Book-Reader der Öffentlichkeit präsentiert. Während das Kindle Fire und die beiden Lesegeräte mit Touchscreen bisher nur in den USA angeboten werden, gibt es die vierte Kindle-Generation ohne Touchscreen auch in Deutschland. Seit dem 12. Oktober können Lesefreunde den Kindle eReader zum Preis von 99 Euro erwerben.

4. Kindle im Test: Amazons neuer E-Book-Reader kann DeutschKindle eReader von Amazon im Test
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Im Gegensatz zu seinem Vorgänger - dem Kindle 3 mit Tastatur - gibt es den Kindle eReader nur in der WLAN-Variante und nun erstmals mit deutschem Menü. Die Maße und das Gewicht des Lesegerätes haben sich aufgrund der eingesparten echten Tastatur deutlich verringert, was den Reader noch mobiler und leichter macht. Wir haben uns den Kindle eReader einmal genauer angeschaut und verraten, wie sich das knapp 100 Euro teure Gerät im Test schlägt.

Kindle eReader: Ausstattung und Navigation

Der Kindle eReader wurde wie sein Vorgänger mit einem 6 Zoll großen eInk-Display mit Pearl-Technologie ausgestattet, der 600 mal 800 Pixel darstellt. Dieses konnte bereits im Test des Kindle 3 überzeugen, da es die Schrift kontrastreich und wie auf echtem Papier geschrieben darstellt. Abgesehen davon ähnelt der neue Kindle dem Modell mit Tastatur kaum. Mit Maßen von 166 mal 114 mal 8,7 Millimeter ist der neue Reader ein gutes Stück kleiner als sein Vorgänger und wiegt mit gerade einmal 170 Gramm ganze 70 Gramm weniger.

4. Kindle im Test: Amazons neuer E-Book-Reader kann DeutschmicroUSB-Anschluss und Power-Knopf Amazon hat sich beim Kindle eReader ganz auf die Funktion des Lesens konzentriert. Die experimentelle Text-to-Speach-Funktion und der integrierte MP3-Player fehlen. Dementsprechend sind bei dem neuen Modell auch keine Anschlüsse für Kopfhörer oder eine Lautstärkewippe zu finden. Die Anschlüsse beschränken sich auf einen microUSB-Anschluss an der Unterseite, neben dem auch der Power-Druckknopf zu finden ist. Links und rechts des Displays sind die gewohnten haptischen Tasten für das vor- und zurückblättern innerhalb eines Buches angebracht. Unter dem Display befinden sich insgesamt fünf weitere Tasten für die Navigation: Mittig angebracht der Fünf-Wege-Button neben dem linksseitig ein Zurück-Knopf sowie der Tastatur-Button und rechts der Knopf für das Menü sowie der Home-Button zu finden ist. Rückseitig sind zudem zwei Kontakte platziert, über die die original Kindle-Hülle mit Lampe den Strom für das Licht bezieht.

Der Kindle ist aus grauem Kunststoff gefertigt, die Rückseite leicht gummiert. Die Verarbeitung ist ausgesprochen gut - keine Spalten oder Kanten stören das Handling.

So kommen die Inhalte auf den E-Book-Reader

4. Kindle im Test: Amazons neuer E-Book-Reader kann DeutschRückseite des Kindle eReader Amazon registriert den Kindle nach der Bestellung bereits auf den neuen Besitzer, so dass dieser gleich nach Lieferung des Gerätes mit dem Erstellen der Bibliothek und dem Lesen beginnen kann. Der Kindle eReader gibt Bücher in den Formaten Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte mobi, PRC nativ sowie HTML, DOC, DOCX und die Bild-Formate JPEG, GIF, PNG und BMP nach Konvertierung wieder.

Die Leser können entweder im angeschlossenen E-Book-Shop nach entsprechendem Lesematerial suchen. Erleichtert wird das Navigieren durch die deutsche Menüführung. Der Kindle-Shop bietet dabei mehr als 800 000 kostenfreie und kostenpflichtige Bücher, davon etwa 40 000 auf Deutsch, die nach der Bestellung via Whispernet direkt auf den Kindle geladen werden. Alternativ kann der Lesestoff auch über das mitgelieferte USB-Kabel vom Computer aufgespielt werden. Die Schriftgröße von E-Books im mobi-Format lässt sich individuell anpassen: Insgesamt acht Schriftgrößen und drei Schriftarten stehen dem Leser zur Auswahl.

PDFs sind in ihrer Ansicht wiederum starr und durch die sehr klein ausfallende Schrift nur mühsam lesbar. Bei diesem Format empfiehlt es sich, die Datei vor dem Übertragen auf den Kindle mit dem kostenlos im Internet erhältlichen Konverter Calibre umzuwandeln. Erst dann können auch bei PDF-Dateien Schriftgröße- und Art verändert werden. Alternativ bietet Amazon auch die Möglichkeit, Dateien über das Nutzerkonto via E-Mail zu senden, die dann entsprechend konvertiert auf den Kindle übertragen werden. Bei diesem Vorgang können allerdings Kosten für die Datenübertragung entstehen.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, wie sich der Kindle eReader beim Lesen geschlagen hat und wie unser Test-Fazit ausgefallen ist.

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