Der Kampf um die Vormachtstellung im Internet-TV
ist voll entbrannt. Nach
Informationen des Wall Street Journal will
nun auch Amazon mitmischen. Der weltgrößte Online-Händler stehe in
Verhandlungen mit mehreren Medienkonzernen, um Fernsehshows, Filme
und Serien online auf Sendung bringen zu können, berichtete die
Zeitung heute.
Amazon bietet bereits einzelne Episoden von TV-Serien für je
1,99 Dollar an, hat aber kein Komplettprogramm wie der
Online-Filmverleih Netflix oder die Serien-Website Hulu. Beide
Anbieter haben viele Millionen Fans in den USA und sind im Falle von
Netflix auch wirtschaftlich höchst erfolgreich. Dabei kostet ein
Monatsabo dort lediglich rund zehn Dollar. Gerüchten zu Folge plant auch
Amazon, das neue Angebot zum Pauschalpreis anzubieten.
Kommt heute Abend neue Apple-TV-Box?

Nach Büchern, Elektronik und Lebensmittel bald auch Internet-TV bei Amazon?
Apple drängt ebenfalls ins schnell wachsende Internet-TV.
Branchenkenner rechnen damit, dass der Elektronikkonzern heute Abend
eine neue Version seiner Fernsehbox Apple TV vorstellt.
Serien und Filme gibt es im iTunes-Laden. Auch das Videoportal
Youtube experimentiert mit Bezahlinhalten. Nach einem Bericht der
Financial Times verhandelt die Google-Tochter momentan mit einer
Reihe von Hollywood-Studios.
Die Internet-TV-Angebote lassen sich entweder über den Computer
anschauen, über spezielle Empfangsboxen, über internettaugliche
Fernseher oder die aktuellen Spielekonsolen, die ebenfalls einen
Internetanschluss besitzen. Die Entwicklung geht von den USA aus.
Einige Experten sagen bereits den Tod des klassischen Kabelfernsehens
voraus. In Deutschland liegt der Markt dagegen noch weitgehend brach.
Sony kündigt neues Online-Angebot für Musik und Filme an
Sony will im Herbst einen neuen Musik- und
Videodienst in Europa starten und damit Apple angreifen. Unter dem
Namen Qriocity bietet das Unternehmen künftig unbegrenzten Zugang zu
Musik, Filmen und Videos auf Abruf. Nutzer von Sonys neuen
Fernsehgeräten oder einem Blu-ray-Player des japanischen
Elektronikkonzerns sollen ab Herbst auch in Deutschland auf die
kostenpflichtigen Inhalte zugreifen können, kündigte Sony-Chef Howard
Stringer heute auf der IFA in Berlin an.
Sony hatte bereits vor Jahren einen ähnlichen Dienst unter dem
Namen Connect aufgebaut. Über die Plattform konnten Nutzer Filme und
Musikstücke herunterladen. 2008 hatte Sony den Dienst auch angesichts
des größeren Erfolgs von Apples iTunes Store wieder eingestellt.
Anders als bei Connect werden die Inhalte über Qriocity nicht
heruntergeladen, sondern per Streaming auf Bedarf abgerufen. Im
Vergleich zu Connect sei der neue Dienst deutlich
zukunftsgerichteter, sagte Sony-Sprecherin Silke Bernhard. Junge
Nutzer müssten heute ihre Film- und Musiksammlung nicht mehr
unbedingt besitzen, sondern wollten sie überall nutzen. Die Inhalte
sollen über die verschiedensten Heim-Kino-Geräte von Sony zugänglich
sein.
Der Dienst werde im Herbst neben Deutschland auch in Frankreich,
Italien, Spanien und Großbritannien an den Start gehen, kündigte Sony
an. Einen genauen Starttermin nannte Sony vorerst nicht. Für das
Kinoangebot hat Sony Verträge unter anderem mit 20th Century Fox,
Lionsgate, Metro-Goldwyn-Mayer, NBC und Paramount geschlossen. Neben
dem Video-Angebot soll es über die Plattform auch einen unbegrenzten
Zugriff auf über Millionen von Musiktiteln geben.
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