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Tipps für ein langes Akku-Leben20.06.2010
14:42 Was man tun und besser nicht tun sollte
Mobiltelefone strotzen vor Funktionen und
es gibt mit Netbooks und Handtaschen-Knipsen immer mehr Gadgets für
das mobile Leben, die große Technik auf kleinstem Raum beherrschen.
Dieser Entwicklung stehen vergleichsweise geringe Fortschritte in der
Akku-Technologie entgegen. Die Ladekapazität hat zwar in den letzten
Jahren stetig zugenommen, allerdings geben sie immer noch nicht das her,
was aktuelle Geräte eigentlich an Strom bräuchten. Mit ein paar Kniffen
kann man die Leistung seines Akkus jedoch um einiges verbessern.
![]() Akkus müssen gepflegt werden... Bluetooth, UMTS, GPS, WLAN und vor allem leuchtstarke (Touchscreen-) Displays gelten als die größten Stromfresser. Hier ist die Akku-Technologie häufig überfordert. Neben Geräten, die zunehmend mehr Features bieten, sind auch die Nutzer oftmals am schnellen Endladen des Akkus beteiligt. Die Misere ungenügender Akku-Kapazität ist zwar durch die Einführung der mittlerweile weit verbreiteten Lithium-Ionen- und der flacheren Lithium-Polymer-Zellen, wie sie vor allem in Mobiltelefonen und Kameras zum Einsatz kommen, abgefedert worden. Doch die Einführung neuerer Akkugenerationen wird trotz reger Forschungsaktivitäten immer wieder ausgebremst - wegen Sicherheitserwägungen. Um mit dem knappen Akku-Strom dennoch möglichst weit zu kommen, ist Erfindungsreichtum an anderer Front gefragt. Die Hersteller haben sich einiges einfallen lassen, aber auch der User kann zum Energiesparer werden. Längere Akkuzyklen für die Top-Handys von mehreren Tagen versprechen beispielsweise die bislang nur selten verbauten leuchtstarken, aber recht energieeffizienten neuen OLED- oder AMOLED-Bildschirme. Abschalten ungenutzter Funktionen spart StromFür eine längere Akkulaufzeit sollten die Nutzer alle energieintensiven Funktionen nur dann aktivieren, wenn sie auch benötigt werden. Will man offline arbeiten oder seine Mails lesen, kann beispielsweise die UMTS-Verbindung im Handy ausgeschaltet und so Energie gespart werden. Bei Handys mit dem Betriebssystem Android besteht auch die Möglichkeit, sich den Stromverbrauch von GPS anzeigen zu lassen und daraufhin gegebenenfalls zur Abschaltung dieser Ortungsfunktion zu entschließen. Auf Verbraucherseite ist auch der richtige Umgang mit den Akkus gefragt. Allem voran ist die sogenannte Tiefenentladung dringend zu vermeiden. Diese Gefahr droht, wenn der Akku vom Gerät als "leer" angezeigt wird. Zwar ist er dann nicht wirklich leer, da eine Restspannung erhalten bleibt, der Akku sollte dann jedoch nicht ohne neues Laden gelagert werden, da dabei die Spannung weiter abfällt. Die Folge: Nach einigen Monaten geht der Stromspeicher kaputt.
Nicht jedes Gerücht stimmtEin Wort zum Sommer: Akkus nehmen zwar durch Hitze keinen bleibenden Schaden - anders als manches Gerät, das sie füttern. Ab Werten von in der Regel über 30 Grad Celsius ist jedoch die Kapazität eingeschränkt. Kamera und Konsorten sollten deshalb bei praller Sonne nicht im Auto liegen. Indes hält sich hartnäckig das Gerücht, der Akku müsse nach dem Kauf mehrere Male voll geladen und entleert werden. Dies gilt für die aktuelle Akku-Generation jedoch nicht mehr. Es darf mit halb vollem Akku ebenso an die Steckdose gestöpselt werden wie bei nur noch einem Ladebalken auf dem Display. Aus diesem Grund ergeben die Herstellerangeben über die Anzahl Ladezyklen keinen praktischen Sinn. Selbstredend ist ein Akku, der zwanzig Mal am Tag nachgeladen wird, schneller ausgelutscht als einer, der nur alle fünf Wochen an den Strom darf. Und für Lithium-Ionen-Akkus gilt stets das Gesetz des Alterns. Nach zwei, drei Jahren Betrieb verlieren sie spürbar an Kraft. Ein weiteres Gerücht besagt, dass immer Original-Akkus verwendet werden müssen. Will man einen Akku nachkaufen, kann man beruhigt auf günstige Anbieter zurückgreifen. Viele namenhafte Hersteller geben nämlich keine Auskunft darüber, wann oder wo der Akku hergestellt wurde und bieten, wenn überhaupt, nur ein Jahr Garantie auf ihre Akkus mit dem Markenstempel. Ein günstiges Modell tut seinen Dienst in den meisten Fällen genau so gut.
Rita Deutschbein mit Material von ddp
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