DECT-Telefon

AEG Voxtel Smart 3: Festnetz-Telefon mit Touch & Android im Test

Wegweisendes Telefon, aber mit technischen Kompromissen im Detail
AAA

Das AEG Voxtel Smart 3 verfügt als Festnetz-Telefon über viele Smartphone-Features wie Touch­screen, Kamera, Android, WLAN und Appstore. Im Test wollten wir herausfinden, ob es für zuhause wirklich denselben Komfort bieten kann wie ein Smartphone.

Nach unserer Ankündigung des "Festnetz-Smartphones" auf DECT-Basis konnten wir mittlerweile ein Testgerät ergattern. Im Fokus unseres Tests stehen nicht nur Verarbeitung, Handhabung und die Funktionen des Telefons, sondern auch die Kompatibilität mit Android-Apps und oft verwendeten Google-Diensten. Aktuell kostet das DECT-Telefon im Handel rund 140 Euro.

Design und Telefoniekomfort: Unterschiede zu Smartphones

AEG Voxtel Smart 3 im TestAEG Voxtel Smart 3 im Test.
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Das AEG Voxtel Smart 3 wird mit fast allem notwendigen Zubehör geliefert: In der Packung befanden sich - außer dem DECT-Telefon - die runde und stylish aussehende Ladeschale nebst Standfuß, der unten an die Ladeschale angeschraubt wird. Zusätzlich zum Netzteil lagen ein Micro-USB-Kabel für Datenverbindungen und ein RJ-11-Telefonkabel in der Verpackung. Der RJ-11-auf-TAE-Adapter gibt dem Nutzer die Möglichkeit, das Telefon außer an einer Telefonanlage auch an einer klassischen TAE-Dose anzustöpseln. Die neunseitige Bedienungsanleitung enthält alle wichtigen Informationen über das Telefon. Ein Headset hat AEG allerdings nicht beigelegt.

microUSB-Anschluss des AEG Voxtel Smart 3microUSB-Anschluss des AEG Voxtel Smart 3 Das Telefon selbst hat vom Design her wenig Ähnlichkeit mit einem Smartphone. Zum einen ist es deutlich höher, an den dicksten Stellen praktisch doppelt so dick wie ein aktuelles Smartphone. Die Display-Seite ist an den schmalen Enden abgeflacht. Rund um das 3,2-Zoll-Display sind diverse Bedienelemente angebracht, die eher an ein Feature-Phone erinnern. Oberhalb des Bildschirms prangt rechts neben dem Hersteller-Schriftzug die Linse für die 0,3-Megapixel-Frontkamera. Unter dem Display gibt es die von Smartphones bekannten Tasten "Menü" und "zurück" - allerdings sind diese nicht als Softkeys, sondern als richtige Druckknöpfe ausgeführt.

Außer den roten und grünen Hörertasten liegt unter dem Bildschirm noch ein Vierfach-Wippschalter. Mit einem Druck nach links landet der Nutzer auf dem Homescreen, für den rechten Kontakt ist die Google-Suche voreingestellt. Die Lautstärke lässt sich mit Druck auf den oberen und unteren Kontakt regeln.

Die Unterseite des Handteils ist einem Telefonhörer nachempfunden. Links der Knopf zum Abnehmen des Covers.Die Unterseite des Handteils ist einem Telefonhörer nachempfunden. Links der Knopf zum Abnehmen des Covers. Das geschwungene Rückteil des Telefons erinnert an den Hörer eines klassischen Festnetz-Telefons, insbesondere die stark ausgeprägte Ohrmuschel. Damit sind längere Telefonate deutlich bequemer zu führen als mit einem Handy. Drückt man beispielsweise ein flaches Smartphone längere Zeit ans Ohr, wird dieses nach unserer Auffassung deutlich schneller heiß als bei der Ohrmuschel des AEG-Telefons. Die Konstruktion ergibt also einen weiteren Unterschied zur Smartphone-Telefonie: Beim AEG Voxtel Smart 3 zeigt das Display während des Gesprächs nach außen und nicht nach innen.

Aufgrund seiner Dicke ist das AEG Voxtel Smart 3 allerdings nicht so komfortabel in der Hosentasche transportabel wie ein Handy. Mit einem zusätzlichen Headset hätte der Anwender rein theoretisch beide Hände frei - doch für eine Jeanstasche ist das Mobilteil schlicht zu groß und ein Gürtelclip oder -tasche befindet sich nicht im Lieferumfang.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns der überdurchschnittlichen Schnittstellenvielfalt, den Besonderheiten des Android-Systems, dem Display sowie der Kamera und verraten, an welchen Stellen AEG Kompromisse eingehen musste.

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