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Adobe: Wichtiges Sicherheitsupdate für den Flash-Player 11

07.11.2012
14:56

Angreifer können Schadcode auf betroffenen Systemen ausführen

Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
Adobe hat ein Update für den Flash-Player veröffentlicht.
Adobe hat ein Update für den Flash-Player veröffentlicht.
Adobe hat erneut ein Leck in dem auf vielen Rechnern installierten Flash-Player gestopft. Die Firma stuft die Sicherheitslücke selbst als kritisch ein: Angreifer könnten dadurch schädlichen Code auf fremden Rechnern ausführen. Vor allem Windows-Nutzer sollten deshalb so schnell wie möglich zur aktuellen Version 11.5.502.110 wechseln, das Update wird aber auch für Android- und Linux-Systeme empfohlen.

Flash-Player Updates sorgen für Sicherheit

Welcher Flash-Player gerade installiert ist, verrät ein Besuch auf der Webseite Adobe. Wer den Flash-Player mit Chrome oder dem neuen Internet Explorer 10 installiert hat, soll mit einem Browserupdate automatisch auch die neue, sichere Version erhalten.

Nutzer von Linux-Systemen müssen sich mit der älteren Flash-Version 11.2 zufrieden geben. Adobe hat für dieses System zwar die Weiterentwicklung aufgegeben, stellt aber noch Sicherheitsupdates bereit. Die aktuelle Versionsnummer lautet hier 11.2.202.251. Linux-Nutzer, die auf Google Chrome als Browser setzen, werden mit dem nächsten Update mit der neuen Version versorgt.

Android-Nutzer sollen nach Angaben von Adobe das Update auf die neue Version über den Play Store erhalten. Dort können Nutzer von Adobe zertifizierten Smartphones noch den Flash-Player installieren - Adobe hatte die Weiterentwicklung von Flash für Android unlängst eingestellt. Mittlerweile hat die Android-Community aber Wege gefunden, den Flash-Player inoffiziell auch auf andere bzw. neuere Geräte und Android-Versionen zu bringen. Wer diesen Weg geht, sollte stets darauf achten, dass Updates des Players eingespielt werden. Wer den Flash-Player für Android 4.0 einsetzt, sollte die Version 11.1.115.27 erhalten. Nutzer von Android 3.x erhalten die Versionsnummer 11.1.111.24.

Alle Details zu dieser Flash-Update-Runde hat Adobe in einem eigenen Support-Dokument zusammengefasst. Daraus geht hervor, dass die Dringlichkeit des Updates besonders für Windows-Systeme gegeben ist. Adobe weist außerdem darauf hin, dass Nutzer mehrerer Browser alle Installationen überprüfen sollten, da die Plugins nicht notwendigerweise systemweit aktualisiert werden.

Gegenmaßnahmen der Browser-Entwickler

Wegen der häufigen Sicherheitslücken in bestimmten Plugins versuchen die Browserhersteller für mehr Sicherheit zu sorgen. Mozilla setzt dabei in zukünftigen Versionen seines Firefox-Browsers auf das Click-to-Play-System: Wer ältere Plugin-Versionen von Flash und Java einsetzt, muss zunächst auf den Bereich der Webseite klicken, auf dem Flash oder Java eingesetzt werden soll. Außerdem bietet Mozilla einen Plugin-Check an, mit dessen Hilfe Nutzer überprüfen können, ob die eingesetzten Plugins auf dem aktuellen Stand sind. Auch Nutzer anderer Browser können dieses Tool verwenden.

Google hat bereits vor einiger Zeit den Flash-Player in den Browser Chrome integriert. Updates werden direkt von Google bereitgestellt. Auch Microsoft setzt mit Version 10 seines Internet Explorers auf dieses Modell. Damit sollen die Nutzer stets eine aktuelle und sichere Version des Plugins nutzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die automatischen Updates für die jeweiligen Programme eingeschaltet sind.

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre