Die Mitteilung auf der Homepage des
Handy-Navigationsdienstes
activepilot von
Falk ist kurz und knapp: "Sehr geehrte
Damen und Herren, der Service Falk activepilot wird zum 30.04.2010 eingestellt. Wir
danken Ihnen für Ihr jahrelanges Vertrauen." Damit geht das Sterben auf dem Markt
weiter. Seit der finnische Handy-Hersteller
Nokia seinen Dienst
Ovi Maps für bestimmte
Smartphones kostenlos
anbietet, hat es die bis dato etablierte Konkurrenz schwer, ihre Produkte gegen
Zahlung an den Mann zu bringen.

Ovi Maps
Eben wie activepilot: Die Offboard-Navigation basierte auf Java. Die Applikation
selbst bestand nur aus einem kleinen Programm und war kostenlos erhältlich. Dafür
verlangte Falk Nutzungsgebühren und zwar nach dem Prinzip "Pay per Route". Das heißt,
jede von Falk auf dem Server errechnete und auf das Handy übertragenen Strecke,
schlug im Portmonee des Nutzers zu Buche. Wahlweise konnte auch eine
Routenführungs-Flatrate gebucht werden, die dann monatlich
einen Pauschalbetrag kostete. Abgerechnet wurde dabei nach dem Prepaid-Prinzip. Die
Routenanweisungen erfolgten wahlweise im 2D-, 3D- oder Piktogrammmodus. Die dabei
übertragenen Daten hielten sich erfreulicherweise in Grenzen, so dass die anfallenden
Kosten für mobile Datennutzung mit einem geeigneten
Datentarif im überschaubaren Rahmen blieben.
Das Sterben des Falk-Produktes war spätestens seit der Einführung von
Ö-Navi absehbar. Obwohl es sich um
die gleiche Applikation handelt, kassiert Ö-Navi keine weiteren Gebühren, es fallen nur die
Datenkosten an. Auf den Ö-Navi-Dienst können Handybesitzer auch weiterhin
zurückgreifen, bisher ist von einer Einstellung dieses Navi-Dienstes nichts zu
vernehmen. Ein weiterer Vorteil: Bei der Routenberechnung und Anzeige greift
Ö-Navi auf aktuelle TMC-Verkehrsmeldungen zurück.
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Weitere kostenlose Navigationssysteme fürs Handy gibt es bei
Waze und
WeTravel. Letztgenannter
bietet sogar Hybridnavigation mit Bildern von Google Earth an. Die Installation ist
bei allen Systemen erfreulich einfach: Entweder direkt aufs Handy laden oder das
Mobiltelefon mit dem PC verbinden und den Dienst aufspielen. Meist ist bei der
Erstbenutzung eine Registrierung erforderlich, die dann weitere Dienste wie etwa die
Zieleingabe via PC ermöglicht. Um die Streckenführung zu starten, ist dann nur noch
eine kurze Online-Verbindung zum Server nötig, schon kann es losgehen.