200-Euro-Smartphone

Acer Liquid E700 Trio im Test: Drei SIM-Karten und starker Akku

Drei SIM-Karten in einem Gerät - das klingt erst einmal gut, doch wie schlägt sich das Acer Liquid E700 insgesamt im Test? Wir haben dem kommunikationsfreudigen Smartphone im Test auf den Zahn gefühlt.
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Drei SIM-Karten in einem Smartphone - das klingt nach einer abenteuerlichen Bestellung in einem chinesischen Online-Shop oder nach einem Mitbringsel von einer Asien-Reise. Dual-SIM-Handys sind in Europa zwar seit Jahren im Markt angekommen, Mobiltelefone mit drei oder vier SIM-Karten, die regulär nach Europa kommen, sind allerdings rar gesät.

Das Acer Liquid E700, das auch den Beinamen "Trio" trägt, ist eines dieser Geräte, das offiziell den Sprung nach Deutschland geschafft hat. Und dabei ist es in einem attraktiven Preisbereich "gelandet". Homescreen des Liquid E 700Homescreen des Liquid E 700 Für Rund 200 Euro wird das Android-Smartphone mit drei Micro-SIM-Kartenslots in Deutschland bereits im Handel verkauft. Unsere Neugierde war so groß, dass wir die Triple-SIM-Funktion bereits vorab getestet und darüber berichtet haben. Doch was hat das Smartphone ansonsten zu bieten und wo musste Acer für diesen Preis den Rotstift ansetzen?

Lieferumfang, Haptik und die Frage nach dem wechselbaren Akku

Wenig überraschend wird das Acer Liquid E700 in einer Kartonverpackung geliefert, in der sich außer dem Gerät eine Kurzanleitug, ein Micro-USB-Kabel, Netzteil sowie Ohrhörer befinden. Liquid E700 mit Verpackung und ZubehörLiquid E700 mit Verpackung und Zubehör Beim ersten Heraus­nehmen kam uns das 5-Zoll-Smartphone etwas klobig vor - mit 9,9 Millimeteter Höhe und 155 Gramm kann man es nicht als besonders filigran bezeichnen. Deutlich spürbar ist, dass die Hälfte des Smartphones, in der sich das Kameramodul sowie die SIM- und microSD-Schächte befinden, deutlich schwerer ist als die andere Hälfte.

Beim abnehmbaren Cover kann der Kunde zwischen Schwarz und einem dunklen Weinrot wählen, das sehr edel wirkt. Uns stand im Test das weinrote Modell zur Verfügung. Das Kunststoff-Cover wirkt beim Abziehen recht dünn, von innen ist es aber mit einer Wabenstruktur verstärkt. Die matte Außenfläche des Covers liegt - auch bei Schweißfingern - gut und rutschsicher in der Hand.

Nicht wechselbarer Akku und von innen verstärktes CoverNicht wechselbarer Akku und von innen verstärktes Cover Abzunehmen ist das Cover nur zum Einlegen von SIM- und micro-SD-Karten. Nach den ersten von uns veröffentlichten Fotos war die Frage aufgetaucht, ob der Akku wechselbar ist: Die Antwort darauf lautet: nein, und er ist auch nicht sichtbar. Auffinden könnte man ihn nur, wenn man acht kleine Schrauben mit einem Uhrmacher-Schraubendreher löst. Für ungeübte Nutzer lohnt es sich also nicht, mit derartigen Basteleien einen Verlust der Gewährleistung zu riskieren.

Das 5-Zoll-Display wirkt robust, aber auch schwer. Gegenüber Fingerabdrücken ist es nicht komplett resistent, es verschmiert aber nicht ganz so leicht wie die Glasoberflächen anderer Smartphones in dieser Preislage. Das Display ist vollständig gerade, das Smartphone darum aber leicht gebogen. Drei SIM-Karten und der SpeicherkartenslotDrei SIM-Karten und der Speicherkartenslot Oberhalb und unterhalb des Displays wölbt sich das Telefon etwas dem Nutzer entgegen. Obwohl das Display eine angenehme Helligkeit hat, ist es stark blickwinkelabhängig. Liegt das Telefon währen der Arbeit beispielsweise auf dem Schreibtisch neben dem Computer, muss man es immer ein wenig anheben, um alle Details auf dem Bildschirm erkennen zu können.

Hardware-Buttons unter dem Display gibt es nicht, dort sind lediglich die Soft-Buttons "Zurück", "Homescreen" und "Taskmanager" angebracht. Mit Blick auf das Display liegen auf der rechten Schmalseite der Micro-USB-Port und die Lautstärkewippe, auf der Oberseite der Power-Button und die Audio-Klinkenbuchse. Die linke Schmalseite ist frei von Bedienelementen und unten sind das Mikrofon sowie die Fingernagelkerbe zum Abheben des Covers angebracht.

System und Apps ohne große Überraschungen

Auf dem Acer Liquid E700 läuft Android 4.4.2, fünf Homescreens waren bereits angelegt, wobei zwei davon noch ganz leer und vom Nutzer neu zu bestücken waren. Gut gelöst: Die SIM-KartenverwaltungGut gelöst: Die SIM-Kartenverwaltung Auf dem Haupt-Homescreen hat Acer - so wie das mittlerweile viele Hersteller von Android-Smartphones machen - die Google-Apps in einem Ordner zusammen­gefasst. Bei der Gestaltung der Icons zeigt sich immer wieder das Acer-typische Grün. Auf einem weiteren Homescreen war ein sinnvolles Widget angelegt, das dem Nutzer das bislang im aktuellen Monat verbrauchte Datenvolumen anzeigt.

Spezielle Apps sind für den Zugang zur Acer-Cloud installiert, diese wird auch für den Dateintransfer verwendet, wenn der Nutzer die App "Externe Dateien" aufruft. "Livescreen" erlaubt das Teilen von Fotos, Notizen oder dem eigenen Standort ohne Zeitverzug zwischen zwei Acer-Smartphones, hierfür muss der Anwender aber einen Account erstellen. "Einfacher Hotspot" ist lediglich ein anderer Name für Wifi-Direct. Polaris Office 5 zeigt Microsoft-Office-Dateien an.

Acer Liquid E700 Trio
Wie schon in unserem separaten Test der Triple-SIM-Funktionalität geschildert, hat Acer die SIM-Kartenverwaltung vorbildlich gelöst. In der Statusbar werden die Empfangsbalken mit drei verschiedenen Farben angezeigt - die erste SIM-Karte in Blau, die zweite in Rot, die dritte in Grün. Diese Farbe setzt sich auch im Einstellungsmenü fort. Der Nutzer kann bei Telefonaten, SMS/MMS und der Datenverbindung festlegen, welche SIM-Karte dafür standardmäßig genutzt werden oder ob das Telefon jedes Mal nachfragen soll. Wie bereits berichtet unterstützen alle drei SIM-Slots GSM und UMTS auf allen hierzulande verwendeten Frequenzbändern - LTE beherrscht das Telefon allerdings nicht.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns der Leistung des Telefons ebenso wie dem Display und dem Akku. Außerdem testen wir die Qulität der mit der Kamera geschossenen Fotos und fassen den Test in einem Fazit zusammen.

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