Google Nexus

Gerücht: Fünf Nexus-Modelle für Android "Jelly Bean"

Mehrere Hersteller mit Zugriff auf neue Android-Version "Jelly Bean"
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Das Galaxy Nexus könnte das letzte Nexus-Modell von nur einem Hersteller sein. Google plant, auch andere Hersteller Nexus-Modelle entwickeln zu lassen.Das Galaxy Nexus könnte das letzte Nexus-Modell von nur einem Hersteller sein. Google plant, auch andere Hersteller Nexus-Modelle entwickeln zu lassen. Wie das Wall Street Journal berichtet, plane Google, zukünftig seine Nexus-Reihe von mehreren Herstellern gleichzeitig bauen zu lassen. Das WSJ beruft sich dabei auf eine unternehmensnahe und mit der Materie vertraute Person. Die Hersteller könnten sowohl Nexus-Smartphones als auch Nexus-Tablets mit Android "Jelly Bean" entwickeln. Die neue Android-Version wird gemeinhin für Herbst 2012 erwartet.

Laut WSJ könnten zwei zentrale Ideen hinter dieser Entscheidung stecken. Einerseits hat Google mit Android ein Update-Problem: Neue Versionen von Android kommen nur sehr langsam auf die Geräte der Käufer. Auch die Hersteller plagen sich mit den umfassenden Änderungen, die sie in die Firmware integrieren müssen. Die letzten beiden Nexus-Modelle wurden von Samsung hergestellt. Andere Hersteller bekamen erst mit der Markteinführung des Nexus One, Nexus S bzw. Galaxy Nexus Zugriff auf den Quellcode der neuen Android-Version.

Sollte Google tatsächlich entscheiden, mehrere Nexus-Modelle von unterschiedlichen Herstellern anzubieten, könnte sich wenigstens das Problem entschärfen, dass viele Hersteller erst sehr spät die Änderungen neuer Android-Versionen erfahren. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen auf dem Mobile World Congress im Ende Februar 2012 in Barcelona noch einige Smartphones mit Gingerbread vorgestellt wurden.

Motorola-Übernahme für andere Hersteller ein Ärgernis

Auch die Übernahme von Motorola hatte zunächst Zweifel gesät, ob Google die Motorola-Übernahme auch dazu nutzen würde, Motorola zukünftig zu bevorzugen. Das scheint sich zumindest bislang nicht bestätigt zu haben. Die Maßnahme, die Nexus-Modelle von mehreren Herstellern entwickeln zu lassen, könnte in der Branche für weitere Beruhigung sorgen. Hätten mehrere Hersteller Zugriff auf den Quellcode, könnte Google dennoch Motorola frühen Zugriff auf die Software gewähren, ohne damit seine anderen Partner zu verprellen. Das erste Nexus-Modell wurde von HTC entwickelt. Danach übernahm Samsung die Entwicklung.

Möglicherweise plant Google auch, die Nexus-Modelle in Eigenregie in einem eigenen Online-Shop zu verkaufen. Das aktuelle Nexus-Modell wird seit einiger Zeit in den USA auf einer Unterseite des Play Stores verkauft. In Deutschland führt diese Seite jedoch nur zu einer Fehlermeldung. Das WSJ schreibt, dass Google sich mit dieser Methode von den Fängen der Netzbetreiber befreien möchte, da die Netzbetreiber oftmals Updates verzögerten.

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