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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 21.05.2012 |
Mobile 2D-Codes liefern Informationen mit einen Knopfdruck03.12.2009
16:29 QR-Code, Datamatrix, Aztec: Nachrichten aus der Matrix
Barcodes kennt jeder von Scannerkassen in Supermärkten und Geschäften. Doch die Abfolge dicker und dünner Balken ist ein Relikt aus den 70er Jahren. Mittlerweile haben sich aber auch zweidimensionale Codes mit einer Matrix aus kleinen weißen und schwarzen Blöcken etabliert, etwa auf Bahnfahrkarten, Briefen oder Plakaten. Viele 2D-Codes lassen sich zudem einfach mit dem Kamera-Handy einlesen und dekodieren.
2D-Codes sind Strichcodes überlegenMit 2D-Codes lassen sich erheblich mehr Informationen abspeichern als mit den alten Strichcodes. Auf mehrere tausend Zeichen Speicherkapazität bringt es ein waagerecht und senkrecht codiertes 2D-Muster. Eindimensionale Strichcodes schaffen in der Regel nur eine Produktnummer. Der Fantasie für 2D-Code-Anwendungen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Neben Links auf Webseiten im Internet, Downloads, Geoinformationen oder Social-Network-Profilen ist es zum Beispiel auch interessant, einen Code mit den eigenen Kontaktdaten auf seine Visitenkarte zu drucken. Das spart unterwegs Tipparbeit auf der Handytastatur. Berufene mit ein wenig Spieltrieb können auch eigene Texte in 2D-Codes bannen und diese dann digital auf Internetseiten oder physisch als Flugblatt oder Aufkleber verteilen. 2D-Codes: Datamatrix, QR-Code, Aztec oder BeeTagg
Die verschiedenen 2D-Code-Verfahren unterscheiden sich unter anderem in den Bildelementen, welche die Kamera beim Decodieren zum "scharf stellen" nutzt. So sind auf jedem Datamatrix-Code zwei durchgezogene schwarze Linien, meistens an den Außenseiten, enthalten. Beim QR-Code erfüllen hingegen drei Quadrate in den Ecken diese Funktion. 2D-Code-Software für das Handy kann meistens alle oben genannten Codierungsverfahren entschlüsseln und zudem auch die bekannten Strichcodes auf Produkten, welche jedes über eine Nummer (EAN) eindeutig identifzieren. Verlinken der physischen Welt mit dem WebDas in New York gegründete Non-Profit-Projekt Semapedia hat sich zum Ziel gesetzt, mittels 2D-Codes die virtuelle Wissenswelt der Online-Enzyklopädie Wikipedia mit Gegenständen und Orten zu verknüpfen. Auf der Seite lassen sich aus Wikipedia-URLs 2D-Codes generieren und ausdrucken. "Nach dem Erstellen bringst Du die Tags an ihrem zugehörigen Ort in der realen Welt an", erklären die Macher das weitere Vorgehen. Wer dann beispielsweise an der Loreley einen solchen 2D-Code-Aufkleber findet und mit seinem Handy ausliest, ruft automatisch den entsprechenden, für mobile Geräte optimierten Wikipedia-Eintrag ab und liest sich über die Sage der gefährlich schönen Nixe am Rhein schlau. 2D-Codes sollen für mehr Sicherheit beim Online-Banking sorgenAuch zur Sicherheit im Internet können 2D-Codes beitragen: An der Universität Tübingen haben Informatiker ein Abfrageverfahren für PINs und TANs entwickelt, das es Trojanern unmöglich machen soll, die geheimen Codes abzufangen. Dazu wird vor der Eingabe der PIN oder TAN ein verschlüsselter 2D-Code auf den Computer-Bildschirm geschickt, den der Nutzer nur mit seinem Kamerahandy und einer speziellen Software auslesen kann. Auf dem Handy-Display erscheint dann das Bild eines Tastenfelds, auf dem die zehn Ziffern immer anders angeordnet sind. Auf dem Eingabefeld der Internetseite erscheint dagegen nur ein Tastenfeld ganz ohne Ziffern. Durch die Vorlage im Handy-Display weiß der Nutzer immer, mit welcher Ziffer welches Feld gerade belegt ist. Der Server, der den 2D-Code geschickt hat, weiß es auch. Ein Trojaner könnte die Eingaben aber nicht interpretieren. 2D-Codes selbst erzeugen
Wer selbst QR- oder Datamatrix-Codes erstellen will, kann dies zum Beispiel kostenlos unter mit invx.com oder bei Nokia tun. Einen QR-Code der aktuell aufgerufenen Internetseite fertigt das Firefox-Add-on Mobile Barcoder an. Mit BC-Tester lassen sich die meisten 2D-Codes auch am Rechner auslesen. Um 2D-Codes unterwegs mit dem Kamerahandy erfassen zu können, gibt es viele kostenlose kleine Applikationen. Mit dem Neoreader gelingt es zum Beispiel schnell, sowohl Datamatrix-, QR- und Aztec-Codes als auch herkömmliche Strichcodes auszulesen. Auch das Ablesen vom Computer-Bildschirm ist möglich.
Susanne Kirchhoff mit Material von dpa
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