Der
iPhone-Hersteller
Apple könnte sich im
Bereich der Anwendungsprogramme für
Smartphones, den so genannten
Apps, bald massiver Konkurrenz ausgesetzt sehen. 24 Mobilfunkbetreiber wollen allen Handynutzern über eine noch gemeinsam
zu entwickelnde, freie Plattform Apps zur Verfügung stellen, wie die
Initiative "The Wholesale Applications Community" heute
mitteilte. Zu den daran beteiligten Unternehmen zählen unter anderem
AT&T,
Deutsche Telekom, die MTN Group,
NTT DoCoMo, Orange von France
Telecom,
Telefónica und
Vodafone.
Die Initiative hat sich auf der jährlichen Mobilfunkkonferenz
Mobile World Congress zusammengefunden. Zu ihren Unterstützern
gehören die Mobiltelefonhersteller LG Electronics, Samsung und Sony Ericsson, wie aus einer Mitteilung des
Branchenverbands GSMA hervorgeht.
Bislang dominiert Apple den Markt für mobile Anwendungsprogramme.
Die angebotenen Programme stammen überwiegend von Dritten oder freien
Programmierern, die den Preis für ihre Software selber festlegen. 30 Prozent ihrer erzielten Einnahmen müssen sie jedoch an Apple
abtreten. Bis Ende 2009 standen in dessen App Store mehr als 100 000
Anwendungsprogramme zum Herunterladen bereit.