Jubiläum

Homezone und Festnetznummer fürs Handy feiern 10. Geburtstag

Vorreiter o2 hat sich von Genion inzwischen wieder verabschiedet
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Im Frühjahr 1999 startete o2 - damals noch unter dem Namen Viag Interkom - den Friendly User Test für ein in der deutschen Mobilfunk-Landschaft seinerzeit einmaliges Produkt: Mit der Homezone sollten die Nutzer neben der Handynummer auch unter einer Festnetznummer erreichbar und innerhalb ihres Heimbereichs zu festnetzähnlichen Konditionen telefonieren können. Genion startete vor 10 Jahren
Foto: o2

Am 5. Juli 1999 ging Genion, wie das Produkt nun genannt wurde, offiziell an den Start. Das Netz der Viag Interkom war seinerzeit nur in den Ballungsgebieten ausgebaut. Nur dort konnten die Kunden somit von der "festnetzgünstigen" Handy-Telefonie, mit der das Unternehmen geworben hatte, profitieren.

Technische Probleme in der Anfangszeit

Dazu kamen in den ersten Wochen nach dem Produkt-Start noch technische Probleme. Einige Festnetznummern waren aus Fremdnetzen nur schwer erreichbar und so manche Homezone musste nachoptimiert werden, da benachbarte Mobilfunk-Sendeanlagen so stark in die Homezone einstrahlten, dass man selbst in den eigenen vier Wänden nicht auf der Festnetznummer erreichbar war.

Sukzessive bekam o2 die Probleme in den Griff und Genion entwickelte sich zu einem Erfolgsmodell. Aus einem einzigen Tarif entwickelte sich eine ganze Familie von Preismodellen. So wurde Genion Duo mit zwei SIM-Karten auf einer Rechnung angeboten - mit vergünstigten Minutenpreisen zwischen den beiden Partnerkarten.

Vodafone Zuhause startete im Herbst 2004

Es dauerte mehr als fünf Jahre, bis o2 Genion Konkurrenz bekam: Am 17. November 2004 startete Vodafone seinen ersten Zuhause-Tarif. Allerdings handelte es sich dabei zunächst lediglich um einen Handy-Tarif, der nur in einem eng begrenzten Gebiet genutzt werden konnte. Eine Festnetznummer gab es in den ersten Monaten noch nicht. Vodafone machte Genion als erster Netzbetreiber Konkurrenz
Foto: Vodafone

Erst im Juni 2005 gab es bei Vodafone auch eine Festnetznummer zum Zuhause-Tarif. Außerdem bekamen die Kunden die Möglichkeit, Zuhause auch als Option zu einer Mobilfunk-SIM-Karte zu buchen, während es das Produkt zuvor nur mit einer separaten Karte gab.

Heute bietet Vodafone die Zuhause-Option zu seinen SuperFlat-Tarifen an. Je nach Preismodell ist das Feature sogar kostenlos. Vodafone Zuhause wird aber nicht mehr automatisch bei Vertragsabschluss geschaltet. Grund: Viele Kunden nutzen die Festnetznummer nicht, dem Netzbetreiber entstehen aber dennoch die Kosten für die Bereitstellung der Rufnummer.

T-Mobile@home startete erst 2006

Noch länger als Vodafone ließ sich T-Mobile mit der Einführung eines Handy-Tarifs mit Festnetznummer Zeit. Am 16. Januar 2006 startete T-Mobile@home - buchbar sowohl als Option, als auch auf einer eigenständigen SIM-Karte. Wie bei Vodafone ist die Home-Option bei einigen Tarifen ohne Aufpreis nutzbar, aber auch T-Mobile schaltet die Festnetznummer seit geraumer Zeit nur noch dann, wenn der Kunde dies explizit wünscht.

Welche Home-Tarife es für den mobilen Internet-Zugang gibt und welche Alternativen E-Plus-Kunden zur fehlenden Homezone haben, lesen Sie auf Seite 2.

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