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10 Gründe, warum du dir keinen EeePC kaufen solltest31.12.2007
00:34
Vorsicht, Glosse
Silvester! Wo du schon einmal dabei bist, das abgelaufene Jahr zu reflektieren und Pläne für 2008 zu schmieden, könntest du auch mal in dich gehen und dich fragen: Brauche ich wirklich so einen EeePC? Wozu eigentlich? Ist er sein Geld überhaupt wert?
Als kleine Hilfestellung findest du hier 10 Gründe, warum du besser die Finger vom EeePC lassen solltest!
Du solltest dir keinen EeePC kaufen, weil...
10. nichts ist, was nichts kostet.
Erst im September musste Nokia 46 Millionen ebenfalls in Asien hergestellte Handy-Akkus zurück rufen lassen, dennoch kam es zu einem tragischen Unfall. Ehe dir schlecht verarbeiteter Elektroschrott aus Fernost um die Ohren fliegt, solltest du lieber gleich auf Qualität setzen.
09. es schon bald zig (bessere) Alternativen gibt.
Hinzu kommt, dass die ersten Mitbewerber bereits in den Startlöchern stehen. Erst vorgestern konntest du hier vom EasyNote XS lesen - nur das erste von vsl. zahlreichen Konkurrenzprodukten. Der EasyNote XS ist schon deshalb einen Blick wert, weil er von unseren französischen Freunden kommt und damit ethisch sauber ist (vergl. nächster Grund).
Auch Asus hat - wie um seine treuen Erstkäufer zu verhöhnen - bereits die nächste EeePC-Generation in den US-Handel gebracht, der deutsche Markt dürfte zeitnah folgen.
08. du damit deutsche Arbeitsplätze gefährdest!!1
Nun: Die Gefahr ist real, und: Der EeePC ist genau so ein Produkt. Statt die menschenverachtenden Kommunisten mit deinem Geld zu unterstützen, solltest du dich darum lieber für ein in Deutschland hergestelltes Notebook entscheiden.
Fujitsu Siemens lässt seine Computer vorwiegend in Thüringen fertigen. Mit dem Kauf zum Beispiel eines Lifebooks (kommt dem EeePC in den Maßen am nähesten) hilfst du dem Standort Deutschland. Das sollten dir auch die EUR 1300,- Aufpreis wert sein. Wer weiss, vielleicht steht sonst schon bald dein Job auf dem Spiel?!
07. du auch einen gewinnen kannst.
800x480 maximale Bildschirmauflösung reichen nicht einmal für eine verfünftige Konfiguration der vorinstallierten Systemprogramme - einige Checkboxen liegen außerhalb des sichtbaren Bereiches und können auch nicht verschoben werden.
Abhilfe schaffen Tools, beheben aber nicht das eigentliche Problem: Der Bildschirm ist einfach zu klein für eine sinnvolle Nutzung des Gerätes. Wenn beim Surfen regelmäßig seitlich gescrollt werden muss und in OpenOffice weniger Textzeilen auf einer Seite dargestellt werden, als du es von deinem Handydisplay gewohnt bist, müssen bei der Konzeption des EeePC böse Schnitzer passiert sein.
Wie schlimm es tatsächlich ist, kannst du übrigens auch im vor drei Wochen hier vorgestellten Browser-Emulator nachvollziehen - das spart dir EUR 299,- bitteres Lehrgeld.
05. Asus seit Monaten herumeiert.
Die offensichtliche Hühnerstall-Philosophie der Taiwanesen ist mehr als nur ärgerlich. Falls im Garantiefall ähnlich geschludert wird oder Asus auf einmal der Meinung ist, Akkus für Altgeräte mehr herstellen zu brauchen, sinkt der Wiederverkaufswert ins Bodenlose - es drohen handfeste Verluste.
04. der EeePC auf gefährliche Open Source Software setzt
Völlig anders sieht es bei bewährter kommerzieller Software - etwa vom Weltmarktführer aus Redmond - aus: Die Produkte werden kontinuierlich von einem hochqualifizierten Entwicklerteam betreut, entdeckte Lücken umgehend geschlossen. Bei Problemen erfolgt eine Betreuung von geschulten und hoch motivierten Mitarbeitern. Meist ist das aber gar nicht nötig, da die Software sich selbst erklärt und millionenfach im Einsatz ist - Kompatibilitätsprobleme ausgeschlossen.
03. der EeePC ein Nerd-Spielzeug ist
Kommt ab und zu doch mal etwas Vorzeigbares bei der Frickelei heraus, braucht man für den Nachbau zumindest ein abgeschlossene Lehre zum IT-Elektroniker (was die meisten Nerds auch haben und nun als Programmierer oder Administratoren ihr Geld verdienen, wo sie ständig an ihren nicht OSS-fanatischen und darum in ihren Augen völlig ignoranten Kollegen herumnölen).
Angezogen fühlen sich die Nerds vom total alternativen Charakter des EeePC, der auf Linux - bekanntlich der heilige Gral - setzt. Dass laut Umfragen die überwältigende Mehrheit der EeePC-Käufer WinXP nachinstalliert, wird dabei geflissentlich ignoriert.
Dir muss bewusst sein, dass du als EeePC-Besitzer mit solchen Leuten in einen Topf geschmissen wirst. Möchtest du für einen Nerd gehalten werden?
02. bald jeder einen EeePC hat, obwohl er schon jetzt out ist.
Du möchtest wirklich cool sein und dabei auch noch Gutes tun? Dann bestell' dir den OLPC (One Laptop per Child). Der kostet zwar auch $400 (EUR 300,-) und taugt genauso wenig wie der EeePC, sieht aber fesch aus (sagt SpOn, muss also stimmen) und du subventionierst mit deiner Bestellung auch noch ein Laptop für ein Kind in einem Entwicklungsland. Einziger Harken, der die Geschichte aber noch verwegener macht und den Coolness-Faktor entsprechend in die Höhe treibt: Geliefert wird nur in die USA. Aber da gab's doch so 'ne Seite, ...
01. du eigentlich gar keinen brauchst.
Achso, eine Schreibmaschine für Uni/Arbeitsplatz sollte es werden? Na dann schon einmal viel Spaß mit der Micro-Tastatur - geübte SMS-Tipper werden dich sogar mit ihrem Mobiltelefon abhängen. Das ist aber halb so schlimm, da dem EeePC ohnehin viel zu schnell die Puste ausgeht. "Mal eben nachladen" ist auch nicht angesagt: Der EeePC gehört zur kleinen (aber alles andere als elitären) Gruppe elektronischer Geräte, die länger an der Steckdose hängen, als sie anschließend Akku-Power abgeben. ***** Verunsichert? Prima, dann schaue unbedingt morgen nochmal hier vorbei. Am Neujahrstag nämlich bekommst du von mir 10 Gründe, warum du dir (doch) einen EeePC kaufen solltest. Für dieses Jahr war's das aber - guten Rutsch & bis dann in '08! Johannes Haupt
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