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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Editorial: Mehr Service durch weniger Servicenummer07.02.2010
17:56 Servicenummer-Features werden auch auf normalen Rufnummern benötigt
Es war gut gemeint: Durch die Schaltung der virtuellen Rufnummer
01888
für im Umzug von Bonn nach Berlin befindlichen Behörden sollten
diese bundesweit unter einer einheitlichen Nummer erreichbar sein,
und günstig dazu: Die Telekom verpflichtete sich, für
Festnetz-Anrufe zu 01888 jeweils den günstigeren der beiden Preise
für Verbindungen nach Bonn oder Berlin zu berechnen.
Doch war die Telekom schon damals teuer, per Call by Call ging die neue Nummer hingegen oft nicht, oder nur zu einem Aufpreis im Vergleich zu einem normalen Gespräch. Vom Handy war die 01888 oft extra-teuer, und die später geschalteten Alternativen 0228-99 und 030-18 zwar günstiger, für die Nutzer aber oft verwirrend. So ist es löblich, dass der Bund nun einen Schlussstrich gezogen und die komplizierte 01888 aufgegeben hat. Die Entfernung spielt ja bei den wenigsten Festnetz-Tarifen noch eine Rolle. Immer mehr Anschlüsse enthalten auch eine Festnetz-Flatrate, mit der normale Rufnummern, egal wo im Bundesgebiet, ohne zusätzliche Kosten erreichbar sind, Sondernummern aber sehr wohl weiterhin kosten. Es fehlt eine Festnetz-Nummer als Routing-BasisAndererseits ist ein Teil der Motivation hinter der 01888 auch heute noch aktuell: In einer zunehmend vernetzten Welt werden Ämter und Firmen immer mobiler. Hier brauchen wir eine gute Lösung, damit diese auch nach einem Umzug ihre Nummern behalten können. Die einfachste Lösung des Umzugsproblem ist eine Rufweiterleitung im Netz. Doch genau dagegen sperrt sich die Bundesnetzagentur: Sie verlangt bei geographischen Rufnummern wie der 069 für Frankfurt oder der 040 für Hamburg auch einen geographischen Bezug. Zieht eine Behörde oder eine Firma vom bisherigen Standort weg, muss sie auch die bisherigen Rufnummern aufgeben. Die Alternativen sind Sonder- und Servicerufnummern wie 032, 0700 oder 0180. Doch sie sind alle für den Anrufer deutlich teurer als Festnetznummern, insbesondere bei Anrufen vom Handy aus. Und die Erreichbarkeit ist eingeschränkt, insbesondere bei Anrufen aus dem Ausland. Die Lösung wäre ganz einfach: Wir bräuchten eine Rufnummerngasse, die schaltungs- und abrechnungstechnisch wie eine normale geographische Vorwahl behandelt wird, auf der die Anbieter aber alle von Service-Nummern bekannten Weiterleitungen, Routings oder Dienste aufschalten dürfen. Die Bundesnetzagentur könnte zum Beispiel die VoIP-Rufnummer 032 oder eine neue Gasse über geeignete Regulierungsverfügungen schnell entsprechend aufwerten. Weitere Editorials
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